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Splendid Tales

 
♥ ♥ ♥ ♥ ♥
13h 18min (512 Seiten)
erschienen bei Random House Audio
 
 
Zwei parallele Handlungsstränge, die am Höhepunkt der Geschichte zusammengeführt werden und ein Selbstmord, der ein ganzes Leben auf den Kopf stellt - das ist Charlotte Links »Der Verehrer«.

Von Anfang an hat mich diese Geschichte in ihren Bann gezogen und man merkt, dass die Autorin genau weiß, wie man eine spannungsgeladene Stimmung erzeugt und über weite Strecken der Handlung aufrechterhält.

Mit detailreichen Beschreibungen der Handlungsorte ebenso wie der Gedanken und Gefühle von den Handlungsfiguren ermöglicht Charlotte Link dem Leser, sich alles sehr genau vorstellen zu können und sich den Figuren nahe zu fühlen. Trotz dessen, dass ich eigentlich lieber Bücher mag, in der aus der Ich-Perspektive erzählt wird, habe ich bei dieser Geschichte richtig mitgefiebert und schon nach kurzer Zeit hat es mich überhaupt nicht mehr gestört, dass die Handlung hier nicht aus Sicht einer Figur geschildert wurde.

Die Verknüpfung der beiden Handlungsstränge geschieht im Verlauf der Erzählung ganz nebenbei. Anfänglich kann man selbst noch etwas rätseln, wie genau die beiden Handlungen zusammenhängen, doch dann wird es schon bald klar. Ziemlich überraschend fand ich, dass der Höhepunkt der Geschichte verhältnismäßig früh kommt - das heißt, man weiß schon weit vor Ende der Geschichte, wer die bösartige Figur ist und gegen Ende gegen Ende ist es ein bisschen ein Katz-und-Mausspiel: Wer hat die besseren Nerven? Wer hält länger durch? Wer geht taktisch klüger vor? Kann das Böse besiegt werden oder wird es weitere Opfer geben? Es sei also so viel vorweggenommen: Obwohl man schon früher weiß, wer der Täter ist, bleibt es bis zum Schluss hochspannend!
 
Besonders wichtig bei einem Hörbuch ist schließlich auch immer der Vorleser bzw. in diesem Fall die Vorleserin. Ich kenne auch Hörbücher, bei denen ich die vorlesenden Stimmen eher unangenehm finde, und dann ist es eine Qual, sich durchzukämpfen und eine gute Geschichte kann dadurch gut und gerne mal kaputt gemacht werden. Hier ist das aber ganz und gar nicht der Fall! Das Buch wird vorgelesen von Tessa Mittelstaedt, welche der Geschichte mit ihrer Stimme Leben einhaucht. Ich habe ihr die ganze Zeit über erwartungsvoll gelauscht und der gewisse Suchtfaktor, den dieser Thriller auf jeden Fall birgt, ist meines Erachtens deshalb nicht allein dem erstklassigen Handlungsaufbau, sondern ebenso der hervorragenden Vorleserin zuzuschreiben.
 
Ich möchte Charlotte Links Thriller »Der Verehrer« - und insbesondere das Hörbuch - jedem ans Herz lesen, der genauso gerne Bücher mit Nervenkitzel liest oder hört wie ich. 
Zuletzt bleibt mir nur noch zu sagen: Vielen lieben Dank an die Penguin Random House Verlagsgruppe, welche mir das Hörbuch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und mir somit ein aufregendes Hörerlebnis beschert haben!
 


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♥ ♥ ♥ ♥ ♥
6h 03min (256 Seiten)
erschienen bei Random House Audio
 
Warum ist tägliches Duschen gar nicht so gut? Wie backt man den perfekten Schokoladenkuchen? Und was hat es mit dem Jo-Jo-Effekt auf sich? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die Chemikerin und YouTuberin Mai Thi Nguyen-Kim in ihrem Buch »Komisch, alles chemisch!«. Wer nach dem Lesen oder Hören des Buches nicht genug bekommen kann, der kann sich ihre über 100 Videos auf dem YouTube-Kanal maiLab ansehen, in denen sie Alltagsmythen auf den wissenschaftlichen Prüfstand stellt und Phänomene des Alltags chemisch erklärt.Nun aber zum Hörbuch selbst: Als sehr positiv habe ich es empfunden, dass die Autorin selbst das Hörbuch eingesprochen hat. Sie hat eine unglaublich angenehme und sympathische Stimme und man hört ihr an, wie sehr sie für das Thema brennt und welches Wissen und welche Leidenschaft sie in ihr erstes Buch gesteckt hat.
 
Mai Thi nimmt uns für einen Tag lang mit in ihr Leben - vom morgendlichen Aufstehen begleitet von einem schrillen Weckerklingeln bis zum Glas Wein, mit dem sie den Abend ausklingen lässt. Alle Dinge, mit denen sie sich am Tag so befasst, werden aus der wissenschaftlichen - genauer gesagt chemischen - Perspektive aufbereitet. Die fachlichen Informationen werden zur Entspannung zwischendurch immer wieder mit persönlichen Anekdoten versehen, wodurch ein guter Mix aus Wissensvermehrung und Unterhaltung entsteht.
 
Entsprechend der Gattung des Sachbuchs lassen sich naturwissenschaftliche Fachbegriffe und biologische oder chemische Konzepte (z.B. Oktettregel, Melatonin, fight-or-flight-reaction, etc.) nicht vermeiden, denn schließlich erhebt das Buch den Anspruch, fachliche Informationen zu vermitteln. Doch die Autorin schafft es, diese Begriffe und Konzepte in einfacher Sprache zu erklären, sodass man dem ganzen Hörbuch sehr gut folgen konnte auch ohne viel chemisches Grundwissen. Wissenschaftliche Sachverhalte in einfachen Worten zu erklären ist meiner Meinung nach eine ganz besondere Qualität, durch die sich die Autorin auszeichnet und von der sich so mancher Dozent an meiner Uni noch eine Scheibe abschneiden könnte. 😉
 
Ein Element, das mir beim Hörbuch noch einmal wichtiger erscheint, als wenn ich ein Buch selbst lese, ist Humor. Und auch der kommt bei Mai Thi nicht zu kurz: Auf humorvolle Weise beschreibt sie die Kariesbakterien mit ihren säurehaltigen Ausscheidungen als pupsende Wesen in unserem Zahnbelag. Damit gestaltet sie ein unterhaltsames Lese- oder Hörerlebnis und entlockte mir stellenweise immer wieder ein Lachen.
 
Letztlich muss ich - zum großen Bedauern meines alten Chemielehrers - feststellen, dass die Autorin von »Komisch, alles chemisch!« mit ihrem Charme und ihrer Leidenschaft für das Fach die erste und bisher einzige war, die in mir ein Interesse für Chemie wecken konnte. Aus diesem Grund bleibt mir natürlich nichts anderes übrig, als dem Hörbuch 5 von 5 Herzen zu geben. 😊
 
Herzlichen Dank außerdem an Random House, die mir das Hörbuch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!
 


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♥ ♥ ♡ ♡ ♡
9h 22min (528 Seiten)
erschienen im Der Hörverlag (Goldmann) 
 
Sarah und Eddie verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Nach ihrer ersten Begegnung verbringen sie sieben traumhafte Tage miteinander. Dann fliegt Eddie in den Urlaub und verspricht Sarah, sich bei ihr zu melden. Aber das tut er nicht und Sarah wartet voller Sehnsucht auf seine Rückkehr. Eddie ist überhaupt nicht mehr auffindbar, Sarahs Freunde raten ihr, ihn zu vergessen, doch sie weiß, dass es einen Grund für Eddies Verschwinden geben muss...
 
Die Beschreibung der Geschichte klingt aufregend und hat mich neugierig gemacht. Deshalb habe ich vor einiger Zeit ein Rezensionsexemplar des Hörbuchs bei randomhouse angefordert. Ich habe es bereits zwei oder drei Mal begonnen, bis ich mich nun endlich neun Stunden lang durchgequält habe, um eine Rezension verfassen zu können.
 
Gelesen wird das Hörbuch von Britta Steffenhagen und Steffen Groth. Ich bin mir nicht sicher, ob es an den Stimmen lag oder am Schreibstil, aber es fiel mir sehr schwer, mich auf die Geschichte zu konzentrieren und ich bin mit meinen Gedanken immer wieder abgeschweift. Bei beiden Stimmen hat mir die Lockerheit gefehlt, es wirkte sehr gezwungen und dadurch war das Zuhören anstrengend. Andererseits war der Schreibstil ebenso wenig locker, sondern hochsprachlich und sehr ausschweifend. Ich bin immer wieder über Sätze gestolpert, bei denen ich mich sehr konzentrieren musste, um sie zu begreifen, dadurch habe ich nur schwer in die Geschichte hineingefunden und teilweise Zusammenhänge nicht verstanden.
 
Die Handlung spielt in der Gegenwart, zwischendurch gibt es aber immer wieder Sprünge in die Vergangenheit, welche dem Hörer/Leser ein Kennenlernen der Figuren und ihren Hintergründen ermöglichen. Teilweise waren diese Zeitsprünge hilfreich, teilweise haben sie bei mir Verwirrung gestiftet.
 
Mit der Protagonistin konnte ich mich nicht identifizieren und sie erschien für mich nicht als stringenter Charakter. Einerseits ist sie eine Frau mittleren Alters (fast doppelt so alt wie ich) und andererseits verhält sie sich wie ein Teenager, der die Welt durch eine rosarote Brille sieht. Die große Liebe, die sie bereits nach sieben Tagen verspürt, konnte ich nicht nachvollziehen. Vielleich mag es da dem ein oder anderen aber anders gehen und ich will auch niemandem absprechen, dass es Liebe auf den ersten Blick in der Realität nicht gibt. Dennoch konnte ich mich nicht gut in Sarah bzw. in die Beziehung zwischen ihr und Eddie einfühlen.
 
Alles in allem kann ich festhalten, dass sich vor allem der Anfang bzw. die erste Hälfte des Hörbuchs in die Länge zieht, was dazu geführt hat, dass ich es die ersten Male abgebrochen habe. Ab Mitte der Geschichte, als ich mich dann hineingefunden habe, wird es besser und die Handlung spannender. Dennoch hat mich »Ohne ein einziges Wort« bis zum Schluss nicht wirklich gecatcht und kriegt daher nur zwei Herzen von mir. Ich möchte dabei aber betonen, dass das eine subjektive Meinung ist und andere Leser, mit denen ich mich ausgetauscht habe, die Geschichte wundervoll fanden und weiterempfehlen. Vielleicht liegen Verständnisschwierigkeiten, die sich bei mir ergeben haben, auch daran, dass es sich beim Hörbuch um eine gekürzte Fassung handelt und deshalb die Handlung stellenweise nicht nachvollziehbar war. Das Hörbuch kann ich also nicht weiterempfehlen, ihr könnt euch über die Geschichte aber eine eigene Meinung bilden und das Buch lesen. 😊
 
Trotz dessen, dass mir das Hörbuch nicht so gut gefallen hat, möchte ich mich herzlich bei der Verlagsgruppe Random House dafür bedanken, dass sie mir das Hörbuch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!
 

 

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