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Splendid Tales


 
In den letzten Wochen habe ich mich drei Geschichten von Nina Bilinszki, an die ich dem wunderschönen Cover und der Beschreibung nach hohe Erwartungen hatte, gewidmet und bin in die Schicksale von Avery & Theo, Lizzy & Kayson und Mia & Noah abgetaucht...
 

1) An Ocean Between Us

♥ ♥ ♥ ♡ ♡
352 Seiten
erschienen bei Knaur
 
Was macht dein Leben aus, wenn dein größter Traum zerplatzt?
Avery Cole wünscht sich nichts sehnlicher, als Ballett zu tanzen, doch dann zerstört ein schwerer Autounfall ihren Lebenstraum. 
Am Boden zerstört und nicht wissend, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, nimmt Avery ein Studium am LaGuardia Community College auf. In ihrer ersten Vorlesung lernt sie einen arroganten Mann kennen, der herablassende Bemerkungen über ihre Verletzung macht: Theo Jemison, der gefeierte Starschwimmer des Colleges. Zu dumm nur, dass Schwimmen eine der wenigen Sportarten ist, die Avery mit ihrem kaputten Rücken noch ausüben kann und ausgerechnet Theo ihren Kurs trainiert.
Wohl oder übel verbringt sie mehr Zeit mit ihm und lernt eine ganz andere, viel nettere Seite von ihm kennen, die er ansonsten hinter der arroganten Fassade versteckt. Doch als er sie plötzlich wieder wegstößt, muss sich Avery fragen, wer der wahre Theo ist ...
 
Avery und Theo erleben in ihrer gemeinsamen Geschichte viele Höhen und Tiefen, wobei manche dramatischen Momente wie Theos Geheimnis sich nicht sehr natürlich in die Handlung einfügen, sondern sehr konstruiert wirken. Auch ansonsten ist die komplette Handlung sehr typisch angelegt, bietet wenig Innovation und die Wendung war vorhersehbar. Dieses Problem habe ich mit New-Adult-Büchern häufiger, doch schaffen es andere Autorinnen meist trotzdem, ihren Geschichten das gewisse Etwas zu verleihen, das mir hier gefehlt hat.
Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten hat an sich gepasst und ich mochte die humorvolle und zum Teil auch sarkastische Art der beiden. Jedoch hätten beide Charaktere noch mehr Tiefe vertragen können und ich fand nicht alle Charakterzüge und Handlungen nachvollziehbar. Auch der Funken der großen Liebe ist auf mich nicht übergesprungen.
Dennoch konnte mich das Buch bei der Stange halten und ich hatte es recht schnell durch, was auf jeden Fall für den Schreibstil von Nina Bilinszki spricht.
»An Ocean Between Us« hat mich wirklich nicht vom Hocker gehauen, war als leichte Unterhaltung zum Abschalten aber ganz nett zu lesen und bekommt daher 3 von 5 Herzen.
 

2) A Fire Between Us

♥ ♥ ♥ ♥ ♡
368 Seiten
erschienen bei Knaur 

Bist du bereit, dich selbst zu lieben?
Lizzy Carmichael ist schlagfertig, witzig und beliebt, fühlt sich jedoch schon ihr ganzes Leben lang unwohl mit ihrer Figur und ist überzeugt, dass niemand sie mit ihrer Figur jemals attraktiv finden kann. Nicht im Traum glaubt sie daran, dass der durchtrainierte und gutaussehende Basketballer Kayson Washington Interesse an ihr haben könnte, und  nimmt seine Flirtversuche daher überhaupt nicht ernst. Erst als sie zusammen im örtlichen Tierheim arbeiten, kommen sich die beiden näher, und langsam lernt Lizzy, sich gegenüber Kayson zu öffnen.
Je näher sie aber Kayson kommt, desto größer werden die Zweifel in Lizzys Kopf. Zum ersten Mal wünscht sie sich, sie wäre schlank, um jemand anderem zu gefallen. Doch damit bringt sie nicht nur ihre Beziehung zu Kayson, sondern auch sich selbst in große Gefahr ...

Mit dem Thema sowie der Protagonistin des zweiten Bandes konnte ich mich selbst sehr gut identifizieren und ich konnte ihre Gefühle nachempfinden. Die emotionale Geschichte hat mich mitgenommen und alte Erinnerungen wieder wachgerufen. Sie hätte für meinen Geschmack aber stellenweise noch mehr in die Tiefe gehen können.
Besonders gelungen fand ich, dass Lizzy trotz dessen, dass sie an ihrem Äußeren zweifelt, eine gesunde Portion Selbstbewusstsein, Schlagfertigkeit und andere tolle Charaktereigenschaften hat und sie als Buchfigur nicht komplett auf ihren Körper reduziert wird. Ihr Verhalten sowie ihre Zweifel fand ich absolut realistisch und nachvollziehbar. 
Die Annäherungsversuche von Kayson und Lizzy sind süß und bescheren der Geschichte einige liebevolle Momente. Ich mag die Dynamik zwischen den beiden und fand es an keiner Stelle zu kitschig.
»A Fire Between Us« finde ich - nicht nur aufgrund des ganz besonders schönen Covers - den stärksten Teil der Reihe und bekommt von mir vor allem aufgrund der Thematik 4 von 5 Herzen.

3) A Storm Between Us

♥ ♥ ♥ ♡ ♡
384 Seiten 
erschienen bei Knaur

Die Liebe findet ihren Weg, selbst wenn du alle Türen zuschlägst...
Seitdem ihrer besten Freundin etwas Furchtbares passiert ist, wofür Mia sich die Schuld gibt, lässt die Studentin niemanden mehr an sich heran. Einzig ihre Rockband gibt ihr noch etwas Halt. Als Mia bei einer Bandprobe den attraktiven Noah kennenlernt, ist ihr erster Impuls, ihn auf Distanz zu halten. Doch Noahs offene, einfühlsame Art geht Mia unter die Haut - vor allem, als sie realisiert, dass es auch in seinem Leben etwas gibt, das ihn tief verletzt. Doch im Gegensatz zu Mia verschließt sich Noah nicht vor der Welt. Kann er ihr zeigen, wie sie die Mauern, die sie um sich herum errichtet hat, niederreißen kann? Kann er ihr helfen, sich der Liebe und dem Leben wieder zu öffnen?

Im dritten Band der »Between Us«-Reihe wird ein tiefgreifendes Thema behandelt, es ist mir hier aber ziemlich schwer gefallen, überhaupt ins Buch reinzukommen und mit der Protagonistin Mia warm zu werden. Dahingegen mochte ich Noah mit seiner offenen und entspannten Art ganz gerne, habe mit ihm mitgefühlt und fand ihn als Charakter interessant.
Unter schwierigen Umständen finden Mia und Noah zueinander, weshalb sich die Beziehung zwischen den beiden nur sehr langsam entwickelt. Das ist vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen, die sie in der Vergangenheit gemacht haben, auch völlig okay, aber für mich machte es die Handlung an einigen Stellen zu langatmig und ich hätte mir etwas mehr Tempo oder zumindest mehr Spannungselemente gewünscht.
Für die ernste Thematik war mir hier der Schreibstil der Autorin doch etwas zu locker und oberflächlich und sie hat es leider nicht geschafft, mich mit der Geschichte zu packen.
Ebenso wie der erste Band bekommt »A Storm Between Us« von mir daher 3 von 5 Herzen.
 

Fazit zu allen drei Bänden:
Mit den jeweils verschiedenen Aspekten, die in den Büchern der »Between Us«-Reihe aufgegriffen werden, bietet die Buchreihe Anlass, sich mit emotionalen und zum Teil auch schweren Themen auseinanderzusetzen. Daher hätte die Reihe viel Potential. Dieses wird meiner Meinung nach jedoch nicht wirklich ausgeschöpft, da es oft an Tiefgang und teilweise an der Liebe zum Detail fehlt. Somit sind die Bücher meiner Meinung nach zwar ganz schön für zwischendurch, aber kein Highlight. Empfehlen würde ich die Reihe jedem, der gerne College-Geschichten liest.
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♥ ♥ ♥ ♡ ♡ 
512 Seiten 
erschienen im Rowohlt Verlag
 
Jahrelang stand es auf meiner Wunschliste, weil es mir immer wieder von Freundinnen und anderen Buchbloggern empfohlen wurde, und im Januar habe ich es nun endlich gelesen: »Kirschroter Sommer«. Es war der erste Roman, den ich als eBook gelesen habe - einfach aus dem Grund, weil es im Vergleich zum Buch sehr viel günstiger war. 
Passend zum Valentinstag kommt hier nun mein Leseeindruck von diesem Liebesroman:


Zum Cover: Mich persönlich spricht dieses Cover überhaupt nicht an, da es mich stört, wenn Personen auf dem Cover abgebildet sind und dadurch die eigene Vorstellungskraft beschränkt wird. Natürlich ist in diesem Punkt auch zu berücksichtigen, dass das Buch nun schon vor über zehn Jahren erschienen ist und sich in dieser Zeit die Konventionen der Covergestaltung natürlich gewandelt haben. Es kann gut sein, dass ein solches Cover 2011 modern war und bei vielen Leserinnen und Leser gut angekommen ist, dennoch trifft es meinen Geschmack leider nicht.

Zur Handlung: Die Geschichte ist grundsätzlich authentisch und wird durch eine humorvolle und erfrischende Erzählweise aufgelockert. Dadurch liest sie sich sehr flüssig und selbst ich, die ich eigentlich eine langsame Leserin bin, hatte das Buch für die nicht ganz geringe Seitenanzahl schnell durch. 
Zwischen Emily und Elyas gab es in der Vergangenheit einige Missverständnisse, welche im Handlungsverlauf aufgedeckt werden, sodass man Stück für Stück das Verhalten der Protagonistin besser verstehen kann. Trotzdem geschehen für meinen Geschmack etwas zu viele Zufälle, was die Geschichte konstruiert wirken lässt. Insgesamt ist die Story also ganz nett, das Potential wurde bei der Handlungskonzeption allerdings nicht vollständig ausgeschöpft. Stellenweise wird die Handlung quasi überhaupt nicht vorangetrieben und mir fehlt ein stetiger Handlungsaufbau hin zu einem Höhepunkt.

Zu den Figuren: Im Fokus stehen die beiden Protagonisten Emely und Elyas, wobei die Geschichte aus der Ich-Perspektive Emelys erzählt wird und man als Leser somit in erster Linie Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhält. Ich lese gerne Bücher, die in der Ich-Perspektive geschrieben sind, weshalb dies schon mal ein Pluspunkt ist. 
Neben diesen beiden Figuren gibt es noch Alex - beste Freundin von Emely und Schwester von Elyas. Das Verhalten aller drei Charaktere - aber insbesondere der beiden weiblichen - ist für ihr Alter meiner Meinung nach sehr kindisch. Emely und Alex werden als 23-jährige Studentinnen beschrieben - hätte ich als Leser diese Informationen jedoch nicht, hätte ich sie eher auf 15 oder 16 Jahre geschätzt. Das Benehmen ist alles in allem doch sehr jugendlich und naiv und zeugt überhaupt nicht von Reife, was einfach nicht zu dem Bild passt, das ich von Leuten, die in meinem Alter - also Anfang/Mitte 20 sind - habe. Einerseits ist mir klar, dass nur die fehlende Kommunikation dazu führt, dass Missverständnisse so lange aufrecht erhalten bleiben und die Geschichte dadurch am Laufen bleibt. Andererseits dachte ich mir an ganz vielen Stellen, dass die Protagonisten einfach mal miteiander reden sollten - wie es erwachsene Menschen normalerweise tun würden - und sich dadurch so vieles relativ schnell auflösen würde. Deshalb hat mich vor allem das Verhalten Emelys nach einer gewissen Zeit einfach nur noch genervt.
 
Mein Fazit: »Kirschroter Sommer« ist eine ganz nette, aber auch belanglose Geschichte für zwischendurch, die Charaktere sind allerdings ziemlich nervig. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass mir die Geschichte im Teenager-Alter deutlich besser gefallen hätte als heute - vermutlich bin ich also einfach etwas zu spät dran gewesen mit diesem Buch. Für Leserinnen im Alter von 14 - 18 Jahren würde ich es also trotz der 3-Sterne-Bewertung meinerseits weiterempfehlen. 
Und auch ich werde, gleichwohl mich der erste Teil nicht überzeugen konnte, wohl den zweiten Teil »Türkisgrüner Winter« lesen, weil ich nichtsdestotrotz interessiert daran bin, wie sich die Protagonisten Emely und Elyas weiterentwickeln. Vor allem aber bin ich auch gespannt auf den dritten Teil »Sonnengelber Frühling«, den die Autorin Carina Bartsch rund acht Jahre nach Erscheinen von Band 1 und 2 herausgebracht hat. Denn wenn eine Reihe nach einer vergleichsweise so langen Zeit fortgeführt wird, ist dabei sicherlich auch eine Entwicklung im Schaffen der Autorin zu erwarten...




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♥ ♥ ♥ ♥ ♥
288 Seiten
erschienen bei Fischer Verlag
 
Drei Kontinente, drei Frauen, drei Schicksale - wie drei Strähnen eines Zopfes werden sie miteinander verschlungen und schlussendlich alle mit einem Band zusammengebunden.
Die Lebenswege von Smita, Giulia und Sarah könnten unterschiedlicher nicht sein: In Indien setzt Smita alles daran, damit ihre Tochter lesen und schreiben lernt. In Sizilien entdeckt Giulia nach dem Unfall ihres Vaters, dass das Familienunternehmen, die letzte Perückenfabrik Palermos, ruiniert ist. Und in Montreal soll die erfolgreiche Anwältin Sarah Partnerin der Kanzlei werden, als sie von ihrer schweren Erkrankung erfährt. Bei all diesen unterschiedlichen Lebenssituationen haben die drei Frauen doch eins gemeinsam: Sie kämpfen für ihren Traum von Freiheit und lassen sich von ihrem Weg nicht abbringen.

 

Dieses Buch war aufgrund der kunstvollen Erzählweise, die es so einzigartig macht und von anderen Büchern unterscheidet, ein ganz besonderes Buch für mich. Gleich drei bewegende Geschichten werden in »Der Zopf« erzählt und auf wunderbare Weise miteinander verbunden.
 
Die Stärke der drei weiblichen Protagonistinnen hat mich wirklich beeindruckt: eine liebende Mutter, die im Kastensystem der indischen Gesellschaft gefangen zu sein scheint, eine tüchtige junge Frau, die Verantwortung zeigen und wichtige Entscheidungen treffen muss und eine Karrierefrau, die den Balanceakt zwischen Familie und Beruf ganz hervorragend meistert und dem Schicksal trotzt. Ich bin mir sicher, dass sich jeder Leser in einer der drei Frauen wiederfinden und sich von ihnen inspirieren lassen kann.

Durch die einfache Sprache und kurzweilige Handlung war das Buch für mich ein richtiger Pageturner.

Mit »Der Zopf« hat es Laetitia Colombani geschafft, einen festen Platz in meinem Herzen zu erobern und so bewerte ich es mit 5 von 5 Herzen. Ich bin schon ganz gespannt auf weitere Bücher der Autorin. 💙
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♥ ♥ ♥ ♥ ♡
442 Seiten
erschienen im LYX Verlag

Nachdem ich vor einigen Wochen «Wenn Donner und Licht sich berühren» gelesen hatte, habe ich nun gleich zum nächsten Buch aus dem LYX Verlag gegriffen: Mister Romance von Leisa Rayven.

Zunächst muss ich sagen, dass mich das Cover nicht angesprochen hat. Es wirkt, als würde sich dahinter eine billige 08/15-Story nach dem Vorbild von 50 Shades of Grey verbergen. Jedoch hat der Klappentext bei mir Interesse für die Geschichte geweckt: Ein männlicher Escort und eine Journalistin, die seine Machenschaften publik machen will. Hat sie sich nach drei Dates aber in ihn verliebt, bekommt sie keine Story und kann ihre große Karriere vergessen.

Der Roman ist in durchschnittlich lange Kapitel unterteilt. Was ich schon länger nicht mehr bei einem Buch hatte, war, dass die Kapitel auch eigene Titel tragen und nicht nur 1., 2., 3., ... heißen. Da die Kapitelüberschriften noch dazu immer gut gewählt waren und ich wissen wollte, was dahintersteckt, haben sie zum Weiterlesen animiert.

Die Hauptfigur ist Eden Tate, die als Journalistin etwas erreichen möchte. Nachdem sie andauernd nur anspruchslose Clickbait-Artikel schreiben durfte, geht sie für ihre lang ersehnte Karriere einen Deal mit Max Riley alias 'Mister Romance' ein: Er und sie haben drei Dates. Verliebt sie sich bei diesen Dates nicht in ihn, soll sie ihr Exklusivinterview bekommen und hat ihre große Story. Eden glaubt nicht an die Liebe, ihr fällt es schwer, Gefühle zuzulassen und ihr fehlt das Vertrauen in Männer. Doch Max ist ein charmanter Typ und er verkörpert Rollen, die sogar Eden dahinschmelzen lassen. Eden ist ein intelligenter, selbstbewusster und sympathischer Charakter - jemand, den ich gern zur besten Freundin hätte. Genauso nett und sympathisch sind ihre Schwester Asha sowie die Oma der beiden.

Im Gegensatz dazu war ich von den Charakterzügen von 'Mister Romance' nicht so begeistert: er ist meiner Meinung nach zu sehr von sich selbst überzeugt und ihm fehlt das gewisse Etwas.

Leisa Rayven hat einen humorvollen Schreibstil und ich musste an einigen Stellen beim Lesen lachen, was mir nicht so oft passiert. Insgesamt hat mir die Autorin durch ihren Humor ein angenehmes Lesevergnügen bereitet.

Generell kann ich das Buch Leuten weiterempfehlen, die eine lockere Liebesgeschichte mit Gefühlen lesen wollen. Allerdings ist es keine besonders außergewöhnliche Geschichte, ich hätte mir ein originelleres Ende erhofft - deshalb keine 5 Sterne.
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♥ ♥ ♥ ♥ ♡
384 Seiten
erschienen im LYX Verlag
 
Jasmine ist das beliebteste Mädchen an der High School, Elliot ist der absolute Außenseiter - unterschiedlicher könnten die beiden gar nicht sein. Und doch ziehen sie sich gegenseitig an und es gibt eine Leidenschaft, die Jasmine und Elliot verbindet: die Musik. Und so kommen sich die beiden schnell näher und stellen fest, dass sie außer der Musik auch noch das Gefühl der Einsamkeit verbindet. 
Unerwartet muss Jasmine eines Tages die Stadt verlassen und erst einige Jahre später kehrt sie zurück und die beiden stehen sich wieder einander gegenüber. Jedoch hat sich das Leben der beiden verändert, die Zeit hat Narben hinterlassen und die Realität holt sie schon bald ein... 
 
Ich habe schon viel gutes über die Autorin Brittainy C. Cherry gehört und nun habe ich auch endlich selbst ein Buch von ihr gelesen. Was soll ich sagen? Ich kann mich dem Hype anschließen! Ihr Schreibstil ist unheimlich fesselnd und absolut bemerkenswert. Dadurch bereitet sie nicht nur ein schnelles Lesevergnügen, sondern ihr gelingt es auch, Emotionen so gut zu transportieren, dass ich an der ein oder anderen Stelle wirklich einen Kloß im Hals und Tränen in den Augen hatte. Sowas passiert bei mir tatsächlich nur sehr selten. 
 
Die Geschichte ist durchaus keine lockerleichte Lektüre, sondern es werden einige emotionale Themen und Schicksalsschläge verhandelt. Sie zeigt aber ebenso, dass Herzen wieder heilen können, wenn man den richtigen Menschen um sich hat. Ich hatte jedoch das Gefühl, dass die Tiefgründigkeit der Geschichte, die mich anfangs sehr berührt und begeistert hat, im weiteren Verlauf etwas verloren geht und die Geschichte im zweiten Teil oberflächlicher wird. Dadurch büßt das Buch ein wenig seiner Stärke ein. 
 
Die beiden Hauptfiguren gefallen mir sehr gut, da sie authentisch sind und sich gegenseitig perfekt ergänzen. Ich bewundere ihren Mut und fand beide auf ihre Art sehr inspirierend. Zusammen mit den übrigen Charakteren, bei denen beispielsweise mit Jasmines Mutter auch ein kühler, unsympatischer Charakter dabei ist, ergibt die Figurenkonzeption ein rundes Gesamtbild. 
 
Ganz besonders toll gefällt mir das Cover (ich weiß, ein sehr oberflächliches Kriterium), durch das sich das Buch in meinem Bücherregal wunderbar zwischen meinen anderen Schätzen aus dem LYX-Verlag einreiht. 
 
Mit »Wenn Donner und Licht sich berühren« hat Brittainy C. Cherry eine unglaublich emotionale Liebesgeschichte mit bezaubernden Charakteren geschrieben. Da mir aber das gewisse Extra für ein perfektes Buch gefehlt hat und die Handlung im zweiten Teil gegenüber dem ersten etwas schwächelt, bekommt es von mir 4 von 5 Herzen. 
 
 

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♥ ♥ ♥ ♥ ♡  
944 Seiten  
erschienen im Heyne Verlag

Endlich. Nachdem ich Band 1 und 2 schon gefühlt vor Ewigkeiten gelesen habe – es ist tatsächlich schon vier und drei Jahre her (Hilfe, die Zeit vergeht so schnell!) – habe ich es nun endlich auch geschafft, den dritten Band »After Love« zu lesen. Viel zu lange lag er schon auf meinem SuB. Zum Inhalt möchte ich diesmal nichts schreiben, da erstens die Gefahr, Leute zu spoilern, die den ersten und zweiten Band noch nicht gelesen haben, zu hoch wäre und zweitens – der eigentliche Grund – ich beim besten Willen nicht weiß, wie ich den Inhalt von fast 1000 Seiten hier kurz und knapp zusammenfassen soll. Einiges habe ich vermutlich sogar schon wieder vergessen. Ja, es passiert einerseits viel in einem so dicken Buch und andererseits auch doch wieder kaum Neues. Aber fangen wir von vorne an:
Am Anfang fiel es mir nach der langen Pause, in der ich in eine Menge andere Bücher eingetaucht bin, schwer, in die Geschichte reinzufinden. Ich wusste nicht mehr jedes Detail aus den ersten beiden Bänden – nur noch die grobe Handlung. Dennoch habe ich es nach wenigen Kapiteln geschafft und war wieder mittendrin in meinem Mitleid mit Tessa.

Im Verhältnis zu der Seitenanzahl findet – wie bei der Reihe gewohnt – wenig Handlung statt. Aber dennoch hatte ich das Gefühl, dass in »After Love« mehr passiert, als in den beiden Vorgängern. Dieses ewige Hin und Her geht mir richtig auf den Zeiger und zudem finde ich, dass die Autorin an unpassenden Stellen auf einmal erotische Szenen eingebaut hat – und das sehr, sehr oft. Band 1 fand ich da noch aufregend, weil Hardin Tessa langsam an körperliche Intimitäten herangeführt hat. Aber nach den ersten beiden Bänden – die sich ja auch nicht gerade durch Kürze auszeichnen – erwarte ich mir auch mal eine Progression in der Handlung. Immerhin aber werden neue Charaktere eingeführt, welche der Geschichte einen frischen Touch geben. Und auch Hardins charakterliche Entwicklung hat mir gut gefallen: Konnte ich ihm am Anfang des Buches noch den Hals umdrehen, weil er wütend auf Tessa ist und sie als Individuum total einschränkt während er gleichzeitig viel größeren Mist verzapft und sich benimmt wie ein A****loch, verändert er sich zum Ende hin doch auf positive Weise und benimmt sich gegenüber Tessa schon fast wie ein ganz ‚normaler‘ Beziehungspartner.

Anna Todds gewöhnlicher lockerer Schreibstil lässt einen als Leser nur so über die Seiten fliegen. Natürlich ist es kein hochtrabender Literaturklassiker, aber ich fühle mich durch Tessa und Hardin unterhalten und selten habe ich das Gefühl, dass sich die Geschichte unnötig in die Länge zieht. Sexszenen, die so ähnlich schon vorher zehnmal vorkamen, überfliege ich dann eben einfach schnell.

Die Meinungen über die After-Reihe sind ja sehr gespalten: man liebt sie oder man hasst sie. Aber bei mir ist das so eine Hassliebe: Ich habe damit angefangen, also muss ich die Reihe auch zu Ende lesen. Egal, ob ich beim Lesen der Reihe schon öfter mit dem Gedanken gespielt habe, sie abzubrechen. Ich habe es nicht über’s Herz gebracht und ich werde es ebenso nicht über’s Herz bringen, »After Forever« wegzulassen und die Reihe unvollendet in meinem Regal stehen zu lassen. Im Gegenteil: Das Ende von »After Love« hat mich jetzt doch schon wieder total neugierig gemacht, wie es wohl weitergeht. Du kannst mir ja gerne mal deine Meinung über Anna Todds Buchreihe in die Kommentare schreiben – aber bitte nicht spoilern! 😉

Schlussendlich bin ich der Meinung, dass sich die Autorin vom ersten zum dritten Band gesteigert hat und uns mit der Geschichte um Tessa und Hardin ein tolles Gesamtwerk liefert, dass man insgesamt hier und da etwas kürzen hätte können. Trotz, dass ich einige Kritik geübt habe, überwiegen bei mir doch die Stärken des Romans sowie die Freude, die ich während dem Lesen empfunden habe und deshalb gebe ich 4 von 5 Herzen.

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♥ ♥ ♥ ♥ ♡
400 Seiten
erschienen im Heyne Verlag

Ein paradiesischer Sommer auf der idyllischen, italienischen Insel Capri – das erlebt Isa, nachdem sie sich kurzerhand dazu entschloss, auf eine Stellenanzeige, in der nach einer persönlichen Assistentin für Recherche- und Schreibarbeiten gesucht wird, zu antworten. Aufgegeben hat diese Annonce die einmal sehr berühmte Schriftstellerin Mitzi Hauptmann. Sie wohnt mittlerweile in einer alten, schicken Villa am Meer auf der Insel Capri. Dorthin wird Isa für ein paar Monate ziehen und dabei mehr erleben, als sie sich je erhofft hätte. Denn sie werden zum einen tief in Mitzis Vergangenheit graben, zum anderen wird aber auch Isa gewaltig der Kopf verdreht.
 
Die Geschichte, die Emma Sternberg da geschrieben hat, hat mir unglaublich gut gefallen! Sehr gut konnte ich mich in Isa hineinfühlen, ich war von Anfang an im Geschehen drin und wollte unbedingt, dass sich Isas Leben zum Positiven hinwendet. Aber auch die anderen Charaktere, denen Isa auf Capri begegnet – Mitzi, Massimo und Luca – sind alle Sympathieträger. Die Atmosphäre, die von der Autorin geschaffen wurde, ist angenehm sowie einladend und am liebsten hätte ich auf der Stelle meine sieben Sachen gepackt und einen Flieger nach Italien genommen.
 
Nur an ganz wenigen Stellen im Buch konnte der Spannungsbogen nicht so recht aufrechterhalten werden, wodurch mein Lesefluss etwas stagnierte. Dafür habe ich in meiner Bewertung einen Punkt abgezogen. Aber ansonsten wirklich ein ganz tolles Buch und besonders geeignet als Urlaubs- bzw. Strandlektüre.
 
Im Moment ist der Sommer zwar noch ein paar Wochen entfernt und deshalb könnte man wohl meinen, ich hätte mit dem Lesen von „Azurblau für Zwei“ lieber noch etwas warten sollen… Stattdessen konnte es aber meine Vorfreude auf den Sommer wecken und ich hoffe, dass die ersten richtig warmen Tage nicht mehr allzu lang auf sich warten lassen.
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♥ ♥ ♥ ♡ ♡
448 Seiten
erschienen im Blanvalet Verlag

Marina ist gerade in Äthiopien – denn sie arbeitet dort bei Ärzte ohne Grenzen – als sie erfährt, dass sie und ihre Schwester Anna eine Bäckerei auf Mallorca geerbt haben. Vor vierzehn Jahren kehrte Marina ihrer Heimat Mallorca den Rücken, nachdem es zum Streit mit Annas Mann gekommen ist und eigentlich wollte sie nicht mehr auf die Insel zurückkommen. Nun muss sie aber zurückreisen, um alles rund um die Erbschaft zu klären und so trifft sie nach langer Zeit wieder auf ihre Schwester und deren Familie. Weder sie selbst noch Anna haben eine Ahnung, warum sie das Hab und Gut einer fremden Frau erben. Anna und ihr Ehemann stehen nach einer Fehlinvestition vor einem riesigen Berg Schulden und sind auf den Verkauf des alten Anwesens angewiesen. Marina jedoch hält irgendetwas davon ab, dem Verkauf zuzustimmen, sie möchte das Geheimnis um die Erbschaft lüften…

Zunächst muss ich zugeben, dass mich das Buchcover total angefixt hat, und ich es andernfalls in der Buchhandlung wohl gar nicht erst zur Hand genommen hätte. Dem Cover und auch dem Klappentext zufolge habe ich mir eine leichte Sommerlektüre versprochen, mit einem schönen Handlungsort. Noch dazu stand, als ich das Buch gekauft habe, bei mir selbst der Urlaub auf Mallorca vor der Tür und so hat alles natürlich perfekt gepasst.

Allerdings hat mich das Buch beim Lesen dann doch nicht ganz so begeistert. Ich persönlich habe eine Vorliebe für kürzere Kapitel, da ich so besser mal zwischendurch lesen kann, auch wenn ich nur wenige Minuten habe. Bei „Die Insel der Zitronenblüten“ hat ein Kapitel jedoch durchschnittlich 60 Seiten, was ich schon sehr lang finde. Aber gut, das ist per se kein Minuspunkt. Aber der Roman weist meiner Meinung nach Längen auf, die das Buch stellenweise langweilig machen und das flüssige Lesen schwierig gestalten. Was den Lesefluss obendrein stört, da es Verwirrung stiftet, sind plötzliche Wechsel von Ort, Zeit und Handlung, ohne das ein solcher Sprung in Ort, Zeit und Handlung optisch – sprich vom Layout her – erkennbar wäre. Oft musste sich mein Kopf also neu orientieren. Des Weiteren gab es keinen Charakter, mit dem ich mich wirklich identifizieren konnte, was aber vermutlich am Alter der Charaktere liegt. Sie stehen alle an einem völlig anderen Punkt im Leben als ich.

Für positiv empfunden habe ich, dass die Autorin Cristina Campos die Charaktere durch die ganze Geschichte hindurch entwickelt und sie detailreich und liebevoll gestaltet. Besonders gefallen hat mir die tiefe Verbundenheit der Schwestern Anna und Marina. Obwohl natürlich Marina die Hauptperson ist, hat jeder Charakter seine ganz eigene Geschichte, die in der Gesamterzählung verpackt wird.

Bei „Die Insel der Zitronenblüten“ handelt es sich also um einen vielschichtigen Sommerroman, in dem ernsthafte Themen verarbeitet wurden – wahrscheinlich aber sogar zu viele Themen für einen einzigen Roman. Insgesamt war es für mich ein mittelmäßiges Buch und kriegt von mir 3 Herzen.
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