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Splendid Tales

♥ ♥ ♥ ♥ ♡
432 Seiten
erschienen im cbt Verlag
 
Simone Elkeles interpretiert in ihrem Liebesroman für Jugendliche und junge Erwachsene »Du oder das ganze Leben« Shakespeares Romeo und Julia neu:  Brittany ist das schönste und beliebteste Mädchen der High School, das aus einer reichen Familie stammt und in einer vornehmen Gegend wohnt. Alex ist ein lateinamerikanischer Bad Boy aus dem Problemviertel und Mitglied der Gang Latino Blood. Als die beiden gemeinsam an einem Chemieprojekt arbeiten sollen, treffen Perfektion und Gefahr aufeinander. Brittany und Alex hegen großes Misstrauen gegenüber dem jeweils anderen und wollen anfangs nichts miteinander zu tun haben. Doch mit der Zeit erkennen sie, dass die Vorurteile, die sie über den anderen hatten, eventuell doch nicht ganz der Wahrheit entsprechen. Sie lassen sich aufeinander ein und kommen sich näher, doch ihr jeweiliges Umfeld ist mit der Beziehung ganz und gar nicht einverstanden...

Bei »Du oder das ganze Leben« handelt es sich um eine typische Enemies-to-Friends-Geschichte, die sowohl im Hinblick auf die Charaktere als auch hinsichtlich des Inhalts mit vielen Klischees spielt und im Handlungsverlauf nicht besonders innovativ, sondern sehr vorhersehbar ist. Doch neben der Lovestory, die den meisten Platz des Buches einnimmt, werden auch problematische Themen wie soziale Gegensätze, Vorurteile und Rassismus angesprochen, weshalb das Buch in jedem Fall lesenswert ist.

Durch die wechselnde Perspektive - die Kapitel sind alternierend aus Brittanys und Alex' Sicht geschrieben - sind die beiden Hauptprotagonisten sehr nahbar. Als Leserin konnte ich mich in beide Seiten hineinfühlen und die Gedanken, Gefühle und Handlungen der Figuren sehr gut nachvollziehen. Dies schaffen nicht immer alle Bücher, weshalb darin für mich ein großer Pluspunkt besteht.

Am Anfang läuft die Geschichte sehr langsam an und das erste Drittel fand ich persönlich etwas zäh. Gegen Ende wird die Handlung hingegen sehr temporeich und fast schon sprunghaft. Dies wirkt ein bisschen so, als wäre der Autorin auf einmal der Platz ausgegangen und als wollte sie den Roman schnellstmöglich zu Ende bringen. Dadurch bin ich zwar in den letzten Kapiteln nur so durch die Seiten geflogen und hatte das Buch dann schnell beendet, aber eigentlich hätte ich mir gewünscht, dass es noch mehr in die Tiefe geht und ich war dann etwas traurig, dass es so schnell zu Ende war.

Auch mit dem Schreibstil von Simone Elkeles musste ich mich anfangs erst einmal anfreunden. Er ist eigentlich sehr einfach, doch stellenweise werden veraltete, nicht mehr unbedingt gebräuchliche Wörter verwendet (das liegt ggf. daran, dass es eine Neuauflage ist und die Originalfassung schon 2008 geschrieben wurde) und die spanischen Ausdrücke in Alex' Passagen sorgen zwar einerseits für Authentizität, erschweren aber andererseits das Lesen, wenn man kein Spanisch versteht.
 
Das Cover der Neuauflage ist richtig gut gelungen und passt im Bücherregal hervorragend zum modernen Stil anderer New-Adult-Bücher.

Alles in allem ist es für mich ein solider Jugend- oder New-Adult-Roman, den ich vor allem denjenigen empfehlen würde, die gerne eine einfache, gefühlvolle High-School-Geschichte mit klischeehaften Charakteren lesen möchten. Es war eine nette Lektüre, die ich zwischendurch bei Sonnenschein im Schwimmbad oder auf der Terrasse sehr genossen habe. 😊 Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Herzen. 💜

Vielen Dank an die Penguin Randomhouse Verlagsgruppe, die mir »Du oder das ganze Leben« als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben! Dies beeinflusst meine Rezension selbstverständlich in keinster Weise, sondern ich habe unabhängig meine persönliche Meinung zum Buch wiedergegeben.
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♥ ♥ ♥ ♡ ♡
144 Seiten 
erschienen bei BoD 
 
Schon lange habe ich keine Gedichte mehr gelesen, obwohl ich die kurzen, meist stimmungsvollen Texte sehr mag. Da kam das kleine Büchlein »Briefe an die Zeit«, das Gedichte über allgegenwärtige Themen wie Liebe, Sehnsucht, Mut und Lebenserfahrung enthält, wie gerufen. 

»Das Leben hängt an einem Faden, 
einem dünnen und recht geraden.
Doch ist da mal der Knoten drin,
fragt gleich jeder nach dem Sinn.«
- Johanna Schließer

Den Titel sowie das Cover finde ich leider nicht zu hundert Prozent treffend zum Inhalt. Die Zeit ist meiner Meinung nach kein Thema, das sich durch den gesamten Gedichtband hindurchzieht, sondern spielt in den Gedichten nur teilweise eine Rolle und ist vor allem im abschließenden Prosatext »Streitgespräch mit der Zeit« - der mir übrigens sehr gut gefallen hat - präsent. Außerdem ist das Cover in einem altmodischen Stil gehalten, der eine andere Atmosphäre kreiert als die eher modernen Gedichte.

Den Schreibstil der Autorin finde ich sehr angenehm. Dadurch, dass alle Gedichte Reimverse aufweisen, klingen die Texte sehr melodisch und sind darüber hinaus aufgrund ihrer Kürze flott zu lesen. Die abwechslungsreiche Strophengestaltung wirkt zudem einer Monotonie, wie ich sie manchmal bei der Lektüre von Gedichtbänden verspüre, entgegen.
 
Einige Gedichte haben mich sehr berührt und ich habe an der ein oder anderen Stelle auch eigene Gedanken in Johanna Schließers Lyrik wiederfinden können. Andere Texte hingegen kratzen sehr an der Oberfläche und greifen Floskeln auf, die wenig inspirierend oder tiefgreifend sind.

Insgesamt fällt mein Fazit zu »Briefe an die Zeit« durchwachsen aus: Mir gefallen die darin verhandelten Themen und der leichte Schreibstil. Stellenweise könnte man den lyrischen Texten für meinen Geschmack aber noch mehr Tiefe verleihen und sie weiter ausarbeiten. Ich vergebe daher 3 von 5 Herzen, spreche nichtsdestotrotz aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung für Leute, die gerne kurzweilige Gedichte zu vertrauten Themen lesen.

Ein herzliches Dankeschön an die Autorin, die mir ihr Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat und weiterhin viel Freude und Erfolg beim Schreiben! 😊

Schließen möchte ich mit einem Gedicht, das mir sehr nahe geht:

Träume
.
Unsere größten Träume
verstekcen wir in den tiefsten Schubladen, 
schaffen dem Alltag die Räume,
wollen allem anderen nicht schaden.
Dort leigen sie über die Jahre, 
nicht selten völlig vergessen.
Und neigt sich das Leben dem Ende,
ist's so,
als habe man sie niemals besessen.
.
- Johanna Schließer
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 ♥ ♥ ♥ ♥ ♡
 240 Seiten 
erschienen bei DVA/Spiegel-Buchverlag


Ich habe zuletzt mal ein ganz anderes Buch gelesen: Weder einen New-Adult-Roman, noch einen Thriller - sondern ein sehr spannendes Sachbuch. 
 
 
Der 8. Mai 1945 markiert einen tiefen Einschnitt in der deutschen Geschichte. Ein verbrecherisches Regime war am Ende und mit ihm eine Weltanschauung. Nach fast sechs Jahren Krieg war in Europa der Frieden eingekehrt. Wie haben die Menschen den ersten Nachkriegssommer erlebt? Was haben sie empfunden, gedacht, gehofft? Welche Erwartungen, welche Pläne und welche Zukunftsvorstellungen hatten sie? Und wie begegneten sich jene, die vor Hitler fliehen mussten und jene, die ihm zugejubelt haben? Aus Tagebüchern dieser Zeit sowie Erinnerungen von Zeitzeugen wird in »Ein Sommer wie seither kein anderer« ein reichhaltiges Bild davon, wie unterschiedlich die Nachkriegszeit erlebt wurde, gezeichnet.
 
Bei den Zeitzeugen haben die Herausgeber Hauke Goos und Alexander Smoltczyk eine schöne und abwechslungsreiche Auswahl aus prominenten und unbekannten Stimmen getroffen. Die Einzelerzählungen haben sie zu einer kontrastreichen Chronik für die drei Monate vom 9. Mai bis 9. August 1945 zusammengefügt. Die facettenreichen Eindrücke vom damaligen Alltag der Leute, von ihren Sorgen und Hoffnungen, sind sehr interessant und bewegend. Für meinen Geschmack hätten die Zeitzeugenberichte allerdings ausgiebiger sein dürfen. Ehe man sich in die Lebenssituation einer Person eingelesen hatte, war der Bericht schon zu Ende und man musste sich wieder auf einen neuen einlassen. Zwar wird somit die Gleichzeitigkeit der Geschehnisse und Stimmungen gut dargestellt, doch lässt das Buch wenig Zeit zum Einfühlen und Reflektieren.
 
Viele Schwarz-Weiß-Fotografien illustrieren die Erzählungen und vermitteln so ein eindrückliches Bild von Deutschland im Sommer 1945. In der Mitte des Buches sind außerdem Porträts der Zeitzeugen wie auch Fotokopien historischer Dokumente enthalten. Man erhält auf diese Weise einen umfassenden Einblick in die gelebte Vergangenheit.
 
Trotzdem war die Chronik etwas schwierig zu lesen – nicht nur aufgrund des schwerwiegenden Inhalts, sondern vor allem wegen des Layouts und stellenweise auch wegen der Sprache. Durch eine Zweiteilung der Seiten (ein graues Banner am oberen Rand, das sich vom Rest der Textseite abhebt) mit jeweils einem Textstrang, der sich über mehrere Seiten erstreckt, wird man als Leser vor die Entscheidung gestellt, ob man zuerst den Text im grauen Banner oder den Haupttext liest. So oder so muss man jedoch, wenn man eine Passage fertiggelesen hat, wieder zurückblättern, um den zweiten Textstrang zu lesen. Das hat mich etwas überfordert, da ich oft nicht wusste, wo ich zuerst mit dem Lesen beginnen sollte. Die Sprache der Zeitzeugenberichte ist zudem teilweise veraltet und deshalb nicht ganz leicht zu lesen – was das Buch dafür aber natürlich umso authentischer macht und was ich deshalb auch nicht als Manko, sondern eher als Pluspunkt werte.
 
Insgesamt empfand ich »Ein Sommer wie seither kein anderer« als eine sehr anregende und lehrreiche Lektüre, die aufgrund der zwei genannten Kritikpunkte 4 von 5 Herzen bekommt. Ich finde es großartig, dass die Herausgeber rund 75 Jahre nach Kriegsende noch einmal die Gelegenheit ergriffen haben, mit den letzten verbliebenen Zeitzeugen zu sprechen und kann mir nur ansatzweise vorstellen, wie viel Mühe, Arbeit und Engagement in diesem Dokument steckt. Deshalb bin ich sehr dankbar, dieses Buch von der Penguin Random House Verlagsgruppe als Rezensionsexemplar erhalten zu haben und die ergreifenden Erlebnisse aus dieser Zeit nachlesen zu dürfen.
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♥ ♥ ♥ ♥ ♥
416 Seiten
erschienen im Loewe Verlag

Zur Einstimmung auf das Formel-1-Rennwochenende in Österreich - mein erstes Rennen, bei dem ich vor Ort dabei sein werde - habe ich mit großer Begeisterung den dritten Band der »Vielleicht«-Reihe von Carolin Wahl gelesen. 😊

»Vielleicht Irgendwann« handelt von der dritten WG-Bewohnerin Karla, deren Leidenschaft der Motorsport ist. Früher ist sie selbst Kart gefahren, doch ihre Eltern konnten sich dieses kostspielige Hobby irgendwann nicht mehr leisten. Als Henning in ihr Leben tritt, erhält die chaotische Studentin mit chronischen Geldsorgen ein Angebot, dass sie unverhofft zurück in die Welt des Motorsports führt: Sie soll die Freundin des aufstrebenden Formel-2-Stars spielen. Dadurch würden sich Karlas finanzielle Probleme in Luft auflösen und Henning wäre sein Bad-Boy-Image los. Aber was passiert, wenn man nicht mehr zwischen einer vorgespielten Liebe und echten Gefühlen unterscheiden kann?

 
Auf die Buchreihe bin ich überhaupt erst wegen des Motorsport-Themas gestoßen und weil ich schon so gespannt auf »Vielleicht Irgendwann« war, habe ich die ersten beiden Bände schon in kurzer Zeit durchgelesen. (Die Rezensionen zu »Vielleicht Jetzt« und »Vielleicht Nie« könnt ihr lesen, wenn ihr auf die jeweiligen Links klickt.) Gott sei Dank wurde ich nicht enttäuscht: Sowohl die ersten beiden Teile als auch der Abschluss der Trilogie konnten mich definitiv begeistern.

Inhaltlich merkt man bei diesem Buch, wie sehr die Autorin selbst für das Thema Formel 1 brennt, dass sie sich gut auskennt, auch auf Details eingeht und Anspielungen auf reale Ereignisse mit unterbringt. Natürlich tritt, der Tatsache geschuldet, dass es immer noch ein New-Adult-Roman ist und die Liebesgeschichte um Karla und Henning im Mittelpunkt stehen soll, das Renngeschehen oft in den Hintergrund. Insgesamt ist es aber die perfekte Mischung aus Formel 1 und Romantik und dafür liebe ich das Buch! 💗

In die sympathischen Protagonistinnen der Trilogie - Gabriella, Joana und Karla - habe ich mich ohnehin schon lange verliebt und ich fand es toll, nun auch die liebenswerte Persönlichkeit von Karla noch genauer kennenzulernen. Dass die Autorin Carolin Wahl viel Liebe in die Entwicklung ihrer Charaktere steckt, hat mir der dritte Band nur nochmals bestätigt.

Der einfache und humorvolle Schreibstil der Autorin, der mich an einigen Stellen zum Schmunzeln bringt, gefällt mir nach wie vor und ich habe mich die ganze Lektüre über gut unterhalten gefühlt. 

Die Trilogie hat sich nun für mich wirklich zu einer Herzensreihe entwickelt, sodass ich ein klein wenig traurig bin, keine weiteren Geschichten über die liebgewonnene Münchner WG lesen zu können. 🥲 Mit ganz ganz viel Liebe bekommt »Vielleicht Irgendwann« 5 von 5 Herzen von mir.
 
 
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In den letzten Wochen habe ich mich drei Geschichten von Nina Bilinszki, an die ich dem wunderschönen Cover und der Beschreibung nach hohe Erwartungen hatte, gewidmet und bin in die Schicksale von Avery & Theo, Lizzy & Kayson und Mia & Noah abgetaucht...
 

1) An Ocean Between Us

♥ ♥ ♥ ♡ ♡
352 Seiten
erschienen bei Knaur
 
Was macht dein Leben aus, wenn dein größter Traum zerplatzt?
Avery Cole wünscht sich nichts sehnlicher, als Ballett zu tanzen, doch dann zerstört ein schwerer Autounfall ihren Lebenstraum. 
Am Boden zerstört und nicht wissend, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, nimmt Avery ein Studium am LaGuardia Community College auf. In ihrer ersten Vorlesung lernt sie einen arroganten Mann kennen, der herablassende Bemerkungen über ihre Verletzung macht: Theo Jemison, der gefeierte Starschwimmer des Colleges. Zu dumm nur, dass Schwimmen eine der wenigen Sportarten ist, die Avery mit ihrem kaputten Rücken noch ausüben kann und ausgerechnet Theo ihren Kurs trainiert.
Wohl oder übel verbringt sie mehr Zeit mit ihm und lernt eine ganz andere, viel nettere Seite von ihm kennen, die er ansonsten hinter der arroganten Fassade versteckt. Doch als er sie plötzlich wieder wegstößt, muss sich Avery fragen, wer der wahre Theo ist ...
 
Avery und Theo erleben in ihrer gemeinsamen Geschichte viele Höhen und Tiefen, wobei manche dramatischen Momente wie Theos Geheimnis sich nicht sehr natürlich in die Handlung einfügen, sondern sehr konstruiert wirken. Auch ansonsten ist die komplette Handlung sehr typisch angelegt, bietet wenig Innovation und die Wendung war vorhersehbar. Dieses Problem habe ich mit New-Adult-Büchern häufiger, doch schaffen es andere Autorinnen meist trotzdem, ihren Geschichten das gewisse Etwas zu verleihen, das mir hier gefehlt hat.
Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten hat an sich gepasst und ich mochte die humorvolle und zum Teil auch sarkastische Art der beiden. Jedoch hätten beide Charaktere noch mehr Tiefe vertragen können und ich fand nicht alle Charakterzüge und Handlungen nachvollziehbar. Auch der Funken der großen Liebe ist auf mich nicht übergesprungen.
Dennoch konnte mich das Buch bei der Stange halten und ich hatte es recht schnell durch, was auf jeden Fall für den Schreibstil von Nina Bilinszki spricht.
»An Ocean Between Us« hat mich wirklich nicht vom Hocker gehauen, war als leichte Unterhaltung zum Abschalten aber ganz nett zu lesen und bekommt daher 3 von 5 Herzen.
 

2) A Fire Between Us

♥ ♥ ♥ ♥ ♡
368 Seiten
erschienen bei Knaur 

Bist du bereit, dich selbst zu lieben?
Lizzy Carmichael ist schlagfertig, witzig und beliebt, fühlt sich jedoch schon ihr ganzes Leben lang unwohl mit ihrer Figur und ist überzeugt, dass niemand sie mit ihrer Figur jemals attraktiv finden kann. Nicht im Traum glaubt sie daran, dass der durchtrainierte und gutaussehende Basketballer Kayson Washington Interesse an ihr haben könnte, und  nimmt seine Flirtversuche daher überhaupt nicht ernst. Erst als sie zusammen im örtlichen Tierheim arbeiten, kommen sich die beiden näher, und langsam lernt Lizzy, sich gegenüber Kayson zu öffnen.
Je näher sie aber Kayson kommt, desto größer werden die Zweifel in Lizzys Kopf. Zum ersten Mal wünscht sie sich, sie wäre schlank, um jemand anderem zu gefallen. Doch damit bringt sie nicht nur ihre Beziehung zu Kayson, sondern auch sich selbst in große Gefahr ...

Mit dem Thema sowie der Protagonistin des zweiten Bandes konnte ich mich selbst sehr gut identifizieren und ich konnte ihre Gefühle nachempfinden. Die emotionale Geschichte hat mich mitgenommen und alte Erinnerungen wieder wachgerufen. Sie hätte für meinen Geschmack aber stellenweise noch mehr in die Tiefe gehen können.
Besonders gelungen fand ich, dass Lizzy trotz dessen, dass sie an ihrem Äußeren zweifelt, eine gesunde Portion Selbstbewusstsein, Schlagfertigkeit und andere tolle Charaktereigenschaften hat und sie als Buchfigur nicht komplett auf ihren Körper reduziert wird. Ihr Verhalten sowie ihre Zweifel fand ich absolut realistisch und nachvollziehbar. 
Die Annäherungsversuche von Kayson und Lizzy sind süß und bescheren der Geschichte einige liebevolle Momente. Ich mag die Dynamik zwischen den beiden und fand es an keiner Stelle zu kitschig.
»A Fire Between Us« finde ich - nicht nur aufgrund des ganz besonders schönen Covers - den stärksten Teil der Reihe und bekommt von mir vor allem aufgrund der Thematik 4 von 5 Herzen.

3) A Storm Between Us

♥ ♥ ♥ ♡ ♡
384 Seiten 
erschienen bei Knaur

Die Liebe findet ihren Weg, selbst wenn du alle Türen zuschlägst...
Seitdem ihrer besten Freundin etwas Furchtbares passiert ist, wofür Mia sich die Schuld gibt, lässt die Studentin niemanden mehr an sich heran. Einzig ihre Rockband gibt ihr noch etwas Halt. Als Mia bei einer Bandprobe den attraktiven Noah kennenlernt, ist ihr erster Impuls, ihn auf Distanz zu halten. Doch Noahs offene, einfühlsame Art geht Mia unter die Haut - vor allem, als sie realisiert, dass es auch in seinem Leben etwas gibt, das ihn tief verletzt. Doch im Gegensatz zu Mia verschließt sich Noah nicht vor der Welt. Kann er ihr zeigen, wie sie die Mauern, die sie um sich herum errichtet hat, niederreißen kann? Kann er ihr helfen, sich der Liebe und dem Leben wieder zu öffnen?

Im dritten Band der »Between Us«-Reihe wird ein tiefgreifendes Thema behandelt, es ist mir hier aber ziemlich schwer gefallen, überhaupt ins Buch reinzukommen und mit der Protagonistin Mia warm zu werden. Dahingegen mochte ich Noah mit seiner offenen und entspannten Art ganz gerne, habe mit ihm mitgefühlt und fand ihn als Charakter interessant.
Unter schwierigen Umständen finden Mia und Noah zueinander, weshalb sich die Beziehung zwischen den beiden nur sehr langsam entwickelt. Das ist vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen, die sie in der Vergangenheit gemacht haben, auch völlig okay, aber für mich machte es die Handlung an einigen Stellen zu langatmig und ich hätte mir etwas mehr Tempo oder zumindest mehr Spannungselemente gewünscht.
Für die ernste Thematik war mir hier der Schreibstil der Autorin doch etwas zu locker und oberflächlich und sie hat es leider nicht geschafft, mich mit der Geschichte zu packen.
Ebenso wie der erste Band bekommt »A Storm Between Us« von mir daher 3 von 5 Herzen.
 

Fazit zu allen drei Bänden:
Mit den jeweils verschiedenen Aspekten, die in den Büchern der »Between Us«-Reihe aufgegriffen werden, bietet die Buchreihe Anlass, sich mit emotionalen und zum Teil auch schweren Themen auseinanderzusetzen. Daher hätte die Reihe viel Potential. Dieses wird meiner Meinung nach jedoch nicht wirklich ausgeschöpft, da es oft an Tiefgang und teilweise an der Liebe zum Detail fehlt. Somit sind die Bücher meiner Meinung nach zwar ganz schön für zwischendurch, aber kein Highlight. Empfehlen würde ich die Reihe jedem, der gerne College-Geschichten liest.
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♥ ♥ ♥ ♥ ♥
248 Seiten
erschienen im Loewe Verlag

In den letzten Wochen und Monaten kommt ein Comicbuch nach dem anderen auf den Markt. Vor allem Kinder scheint der Mix aus Text und Bild zum Lesen zu animieren. Das hat mich sehr neugierig gemacht und ich wollte mir deshalb auch mal ein paar Comics näher ansehen. Das erste Comicbuch, das ich euch heute vorstellen möchte, behandelt die Themen Gehörlosigkeit, Anderssein und Freundschaft. Es ist für Kinder ab 10 Jahren und erscheint übermorgen, am 15.06.2022, beim Loewe Verlag.
 
Auf eine neue Schule gehen und Freunde finden mit einem riesigen Hörgerät am Körper? Dafür braucht Cece definitiv Superkräfte! Da kommt die verblüffende Entdeckung, dass das Hörgerät ihr eine besondere Fähigkeit verleiht, gerade recht. Cece wird als Superheldin ›El Taubinio‹ zur Zuhörerin für alle und – was noch viel wichtiger ist – sie lernt mehr und mehr, sich selbst zu akzeptieren, wie sie ist, und findet schließlich die Freundin, nach der sie sich immer gesehnt hat.
 
Bei »El Taubinio« handelt es sich um eine autobiographische Geschichte. Cece Bell verlor selbst im Alter von vier Jahren ihr Gehör. In diesem Comic teilt sie ihre Erfahrungen, die sie als gehörloses Kind gemacht hat und beschreibt authentisch das Gefühl der Unsicherheit, das vorherrscht, wenn man mit einem riesigen, für alle anderen sichtbaren Hörgerät zur Schule gehen muss.

Die Autorin hat mein Herz sowohl mit ihren warmherzigen Worten als auch mit den süßen, humorvollen Illustrationen wirklich glücklich gemacht! Das Buch ist ingesamt unglaublich bezaubernd und gleichzeitig so informativ. Beispielsweise wird dargestellt, welche Sprechsituationen gehörlosen Menschen Probleme bereiten können und ich als Leserin konnte sehr gut nachvollziehen, wie sich das, was Gehörlose in Gesprächen verstehen, anhört. Ernsthafte Themen wie wahre Freundschaft und Selbstakzeptanz werden hier auf leichte, unterhaltsame Art aufbereitet. Außerdem habe ich die Hauptfigur Cece richtig schnell liebgewonnen.

Ich wollte eigentlich ein paar besonders schöne Stellen aus dem Buch raussuchen und in den Post mit einbauen. Allerdings ist quasi auf jeder Seite eine interessante Information, ein zuckersüßes Bild oder ein witziges Detail zu entdecken, weshalb ich mich einfach nicht entscheiden konnte, welche Seite ich euch zeigen möchte und beschlossen habe, dass es wohl das beste ist, wenn ihr »El Taubinio« selbst lest. Ich bin mir sicher, dass jede und jeder etwas aus dieser Geschichte mitnehmen kann und es nicht bereuen wird, zu diesem Buch gegriffen zu haben.

Für mich wird »El Taubinio« sicher nicht der letzte Comic gewesen sein. Anfangs war ich etwas skeptisch, ob mir ein Buch ohne eine umfangreiche Geschichte im Fließtext überhaupt gefallen wird. Aber Cece Bell konnte mich mit ihrem Comic definitiv überzeugen und ich finde, dass diese Geschichte mein Einfühlungsvermögen und meine Vorstellungskraft tatsächlich nochmal mehr angeregt hat als viele andere Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Denn obwohl man das Buch so schnell durchgelesen hat, hatte ich nicht das Gefühl, dass die Geschichte an der Oberfläche bleibt. Im Gegenteil: Sie ist sehr liebevoll und detailliert ausgearbeitet.

Alles in allem ist »El Taubinio« für jeden empfehlenswert und obwohl es eigentlich ein Kinderbuch ist, können mit Sicherheit auch erwachsene Leserinnen und Leser wertvolle Erkenntnisse gewinnen. Ich vergebe deshalb mit großer Freude 5 von 5 Herzen.
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