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Splendid Tales

♥ ♥ ♥ ♡ ♡
144 Seiten 
erschienen bei BoD 
 
Schon lange habe ich keine Gedichte mehr gelesen, obwohl ich die kurzen, meist stimmungsvollen Texte sehr mag. Da kam das kleine Büchlein »Briefe an die Zeit«, das Gedichte über allgegenwärtige Themen wie Liebe, Sehnsucht, Mut und Lebenserfahrung enthält, wie gerufen. 

»Das Leben hängt an einem Faden, 
einem dünnen und recht geraden.
Doch ist da mal der Knoten drin,
fragt gleich jeder nach dem Sinn.«
- Johanna Schließer

Den Titel sowie das Cover finde ich leider nicht zu hundert Prozent treffend zum Inhalt. Die Zeit ist meiner Meinung nach kein Thema, das sich durch den gesamten Gedichtband hindurchzieht, sondern spielt in den Gedichten nur teilweise eine Rolle und ist vor allem im abschließenden Prosatext »Streitgespräch mit der Zeit« - der mir übrigens sehr gut gefallen hat - präsent. Außerdem ist das Cover in einem altmodischen Stil gehalten, der eine andere Atmosphäre kreiert als die eher modernen Gedichte.

Den Schreibstil der Autorin finde ich sehr angenehm. Dadurch, dass alle Gedichte Reimverse aufweisen, klingen die Texte sehr melodisch und sind darüber hinaus aufgrund ihrer Kürze flott zu lesen. Die abwechslungsreiche Strophengestaltung wirkt zudem einer Monotonie, wie ich sie manchmal bei der Lektüre von Gedichtbänden verspüre, entgegen.
 
Einige Gedichte haben mich sehr berührt und ich habe an der ein oder anderen Stelle auch eigene Gedanken in Johanna Schließers Lyrik wiederfinden können. Andere Texte hingegen kratzen sehr an der Oberfläche und greifen Floskeln auf, die wenig inspirierend oder tiefgreifend sind.

Insgesamt fällt mein Fazit zu »Briefe an die Zeit« durchwachsen aus: Mir gefallen die darin verhandelten Themen und der leichte Schreibstil. Stellenweise könnte man den lyrischen Texten für meinen Geschmack aber noch mehr Tiefe verleihen und sie weiter ausarbeiten. Ich vergebe daher 3 von 5 Herzen, spreche nichtsdestotrotz aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung für Leute, die gerne kurzweilige Gedichte zu vertrauten Themen lesen.

Ein herzliches Dankeschön an die Autorin, die mir ihr Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat und weiterhin viel Freude und Erfolg beim Schreiben! 😊

Schließen möchte ich mit einem Gedicht, das mir sehr nahe geht:

Träume
.
Unsere größten Träume
verstekcen wir in den tiefsten Schubladen, 
schaffen dem Alltag die Räume,
wollen allem anderen nicht schaden.
Dort leigen sie über die Jahre, 
nicht selten völlig vergessen.
Und neigt sich das Leben dem Ende,
ist's so,
als habe man sie niemals besessen.
.
- Johanna Schließer
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In den letzten Wochen habe ich mich drei Geschichten von Nina Bilinszki, an die ich dem wunderschönen Cover und der Beschreibung nach hohe Erwartungen hatte, gewidmet und bin in die Schicksale von Avery & Theo, Lizzy & Kayson und Mia & Noah abgetaucht...
 

1) An Ocean Between Us

♥ ♥ ♥ ♡ ♡
352 Seiten
erschienen bei Knaur
 
Was macht dein Leben aus, wenn dein größter Traum zerplatzt?
Avery Cole wünscht sich nichts sehnlicher, als Ballett zu tanzen, doch dann zerstört ein schwerer Autounfall ihren Lebenstraum. 
Am Boden zerstört und nicht wissend, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, nimmt Avery ein Studium am LaGuardia Community College auf. In ihrer ersten Vorlesung lernt sie einen arroganten Mann kennen, der herablassende Bemerkungen über ihre Verletzung macht: Theo Jemison, der gefeierte Starschwimmer des Colleges. Zu dumm nur, dass Schwimmen eine der wenigen Sportarten ist, die Avery mit ihrem kaputten Rücken noch ausüben kann und ausgerechnet Theo ihren Kurs trainiert.
Wohl oder übel verbringt sie mehr Zeit mit ihm und lernt eine ganz andere, viel nettere Seite von ihm kennen, die er ansonsten hinter der arroganten Fassade versteckt. Doch als er sie plötzlich wieder wegstößt, muss sich Avery fragen, wer der wahre Theo ist ...
 
Avery und Theo erleben in ihrer gemeinsamen Geschichte viele Höhen und Tiefen, wobei manche dramatischen Momente wie Theos Geheimnis sich nicht sehr natürlich in die Handlung einfügen, sondern sehr konstruiert wirken. Auch ansonsten ist die komplette Handlung sehr typisch angelegt, bietet wenig Innovation und die Wendung war vorhersehbar. Dieses Problem habe ich mit New-Adult-Büchern häufiger, doch schaffen es andere Autorinnen meist trotzdem, ihren Geschichten das gewisse Etwas zu verleihen, das mir hier gefehlt hat.
Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten hat an sich gepasst und ich mochte die humorvolle und zum Teil auch sarkastische Art der beiden. Jedoch hätten beide Charaktere noch mehr Tiefe vertragen können und ich fand nicht alle Charakterzüge und Handlungen nachvollziehbar. Auch der Funken der großen Liebe ist auf mich nicht übergesprungen.
Dennoch konnte mich das Buch bei der Stange halten und ich hatte es recht schnell durch, was auf jeden Fall für den Schreibstil von Nina Bilinszki spricht.
»An Ocean Between Us« hat mich wirklich nicht vom Hocker gehauen, war als leichte Unterhaltung zum Abschalten aber ganz nett zu lesen und bekommt daher 3 von 5 Herzen.
 

2) A Fire Between Us

♥ ♥ ♥ ♥ ♡
368 Seiten
erschienen bei Knaur 

Bist du bereit, dich selbst zu lieben?
Lizzy Carmichael ist schlagfertig, witzig und beliebt, fühlt sich jedoch schon ihr ganzes Leben lang unwohl mit ihrer Figur und ist überzeugt, dass niemand sie mit ihrer Figur jemals attraktiv finden kann. Nicht im Traum glaubt sie daran, dass der durchtrainierte und gutaussehende Basketballer Kayson Washington Interesse an ihr haben könnte, und  nimmt seine Flirtversuche daher überhaupt nicht ernst. Erst als sie zusammen im örtlichen Tierheim arbeiten, kommen sich die beiden näher, und langsam lernt Lizzy, sich gegenüber Kayson zu öffnen.
Je näher sie aber Kayson kommt, desto größer werden die Zweifel in Lizzys Kopf. Zum ersten Mal wünscht sie sich, sie wäre schlank, um jemand anderem zu gefallen. Doch damit bringt sie nicht nur ihre Beziehung zu Kayson, sondern auch sich selbst in große Gefahr ...

Mit dem Thema sowie der Protagonistin des zweiten Bandes konnte ich mich selbst sehr gut identifizieren und ich konnte ihre Gefühle nachempfinden. Die emotionale Geschichte hat mich mitgenommen und alte Erinnerungen wieder wachgerufen. Sie hätte für meinen Geschmack aber stellenweise noch mehr in die Tiefe gehen können.
Besonders gelungen fand ich, dass Lizzy trotz dessen, dass sie an ihrem Äußeren zweifelt, eine gesunde Portion Selbstbewusstsein, Schlagfertigkeit und andere tolle Charaktereigenschaften hat und sie als Buchfigur nicht komplett auf ihren Körper reduziert wird. Ihr Verhalten sowie ihre Zweifel fand ich absolut realistisch und nachvollziehbar. 
Die Annäherungsversuche von Kayson und Lizzy sind süß und bescheren der Geschichte einige liebevolle Momente. Ich mag die Dynamik zwischen den beiden und fand es an keiner Stelle zu kitschig.
»A Fire Between Us« finde ich - nicht nur aufgrund des ganz besonders schönen Covers - den stärksten Teil der Reihe und bekommt von mir vor allem aufgrund der Thematik 4 von 5 Herzen.

3) A Storm Between Us

♥ ♥ ♥ ♡ ♡
384 Seiten 
erschienen bei Knaur

Die Liebe findet ihren Weg, selbst wenn du alle Türen zuschlägst...
Seitdem ihrer besten Freundin etwas Furchtbares passiert ist, wofür Mia sich die Schuld gibt, lässt die Studentin niemanden mehr an sich heran. Einzig ihre Rockband gibt ihr noch etwas Halt. Als Mia bei einer Bandprobe den attraktiven Noah kennenlernt, ist ihr erster Impuls, ihn auf Distanz zu halten. Doch Noahs offene, einfühlsame Art geht Mia unter die Haut - vor allem, als sie realisiert, dass es auch in seinem Leben etwas gibt, das ihn tief verletzt. Doch im Gegensatz zu Mia verschließt sich Noah nicht vor der Welt. Kann er ihr zeigen, wie sie die Mauern, die sie um sich herum errichtet hat, niederreißen kann? Kann er ihr helfen, sich der Liebe und dem Leben wieder zu öffnen?

Im dritten Band der »Between Us«-Reihe wird ein tiefgreifendes Thema behandelt, es ist mir hier aber ziemlich schwer gefallen, überhaupt ins Buch reinzukommen und mit der Protagonistin Mia warm zu werden. Dahingegen mochte ich Noah mit seiner offenen und entspannten Art ganz gerne, habe mit ihm mitgefühlt und fand ihn als Charakter interessant.
Unter schwierigen Umständen finden Mia und Noah zueinander, weshalb sich die Beziehung zwischen den beiden nur sehr langsam entwickelt. Das ist vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen, die sie in der Vergangenheit gemacht haben, auch völlig okay, aber für mich machte es die Handlung an einigen Stellen zu langatmig und ich hätte mir etwas mehr Tempo oder zumindest mehr Spannungselemente gewünscht.
Für die ernste Thematik war mir hier der Schreibstil der Autorin doch etwas zu locker und oberflächlich und sie hat es leider nicht geschafft, mich mit der Geschichte zu packen.
Ebenso wie der erste Band bekommt »A Storm Between Us« von mir daher 3 von 5 Herzen.
 

Fazit zu allen drei Bänden:
Mit den jeweils verschiedenen Aspekten, die in den Büchern der »Between Us«-Reihe aufgegriffen werden, bietet die Buchreihe Anlass, sich mit emotionalen und zum Teil auch schweren Themen auseinanderzusetzen. Daher hätte die Reihe viel Potential. Dieses wird meiner Meinung nach jedoch nicht wirklich ausgeschöpft, da es oft an Tiefgang und teilweise an der Liebe zum Detail fehlt. Somit sind die Bücher meiner Meinung nach zwar ganz schön für zwischendurch, aber kein Highlight. Empfehlen würde ich die Reihe jedem, der gerne College-Geschichten liest.
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♥ ♥ ♥ ♡ ♡
480 Seiten
erschienen im Loewe Verlag
 
Georgia ist achtzehn Jahre alt, hat ihren High-School-Abschluss in der Tasche und beginnt nun am College Englische Literatur zu studieren. Doch etwas fehlt: Georgia war noch nie richtig verliebt, obwohl sie Expertin für Romantik ist. Sie fühlt sich deshalb komisch und versteht sich selbst manchmal nicht. Aber am College wird sie nun hoffentlich die große Liebe finden. Und so ist Georgia fast zwanghaft auf der Suche nach ihrer Lovestory, muss jedoch feststellen, dass sie Küsse in Wahrheit eklig findet. Mehr aus Spaß meldet sich Georgia bei der Pride Society ihres Colleges an und findet nicht nur einen Freund, sondern auch die Antwort auf ihr bisher liebloses Leben: Georgia ist asexuell.

Zunächst einmal möchte ich festhalten, wie toll ich es finde, dass Alice Oseman in ihren Jugendromanen verschiedene LGBTQIA+-Themen aufgreift und Jugendliche damit auf ihrer Suche nach der eigenen Identität sowie auf dem Weg zur Selbstakzeptanz begleitet. Sie zeigt, dass es mehr als nur eine Art und Weise zu lieben gibt und das ist so wichtig! In »Loveless« steht die sexuelle Orientierung Asexualität im Vordergrund und es ist das erste Buch, das ich kenne, welches dieses Thema zum Gegenstand macht. Anhand einiger weiterer Figuren werden außerdem auch andere sexuelle Orientierungen wie Homosexualität, Bisexualität oder Nichtbinäre Geschlechtsidentität ganz nebenbei und auf natürliche Weise in der Geschichte aufgegriffen.

Allerdings wirkten manche Konstellationen und Geschehnisse auch sehr forciert und konstruiert. Zwar wird dadurch die wichtige Message unmissverständlich transportiert, doch malt Alice Oseman damit nicht unbedingt ein Abbild der Realität.

Der Schreibstil ist jugendlich und umgangssprachlich, weshalb das Buch gut und leicht zu lesen ist. Dennoch ist dieser Schreibstil aufgrund seiner Einfachheit nicht unbedingt meins und ich hätte mir an manchen Stellen detailreichere und ausladendere Beschreibungen gewünscht.

Ansonsten ist »Loveless« eine unterhaltsame Geschichte über eine Heranwachsende, die mit sich selbst hadert.  Die Gedanken und Gefühle der Protagonistin drehen sich jedoch ständig im Kreis, was beim Lesen auf Dauer ziemlich anstrengend ist. Die Geschichte wird so nur langsam vorangetrieben und man möchte Georgia manchmal am liebsten schütteln und ihr sagen: "Du bist gut so, wie du bist."

Alles in allem finde ich, dass Alice Oseman mit »Loveless« ein wichtiges Buch geschrieben hat und ich freue mich, dass LGBTQIA+ nun auch einen Platz in der Literatur erhält, was längst überfällig war. Trotzdem hatte das Buch einige Schwächen: Weder die Charaktere noch die Handlung konnten mich vollends überzeugen. Deshalb vergebe ich für »Loveless« insgesamt 3 von 5 Herzen.

 

 
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♥ ♥ ♥ ♡ ♡ 
512 Seiten 
erschienen im Rowohlt Verlag
 
Jahrelang stand es auf meiner Wunschliste, weil es mir immer wieder von Freundinnen und anderen Buchbloggern empfohlen wurde, und im Januar habe ich es nun endlich gelesen: »Kirschroter Sommer«. Es war der erste Roman, den ich als eBook gelesen habe - einfach aus dem Grund, weil es im Vergleich zum Buch sehr viel günstiger war. 
Passend zum Valentinstag kommt hier nun mein Leseeindruck von diesem Liebesroman:


Zum Cover: Mich persönlich spricht dieses Cover überhaupt nicht an, da es mich stört, wenn Personen auf dem Cover abgebildet sind und dadurch die eigene Vorstellungskraft beschränkt wird. Natürlich ist in diesem Punkt auch zu berücksichtigen, dass das Buch nun schon vor über zehn Jahren erschienen ist und sich in dieser Zeit die Konventionen der Covergestaltung natürlich gewandelt haben. Es kann gut sein, dass ein solches Cover 2011 modern war und bei vielen Leserinnen und Leser gut angekommen ist, dennoch trifft es meinen Geschmack leider nicht.

Zur Handlung: Die Geschichte ist grundsätzlich authentisch und wird durch eine humorvolle und erfrischende Erzählweise aufgelockert. Dadurch liest sie sich sehr flüssig und selbst ich, die ich eigentlich eine langsame Leserin bin, hatte das Buch für die nicht ganz geringe Seitenanzahl schnell durch. 
Zwischen Emily und Elyas gab es in der Vergangenheit einige Missverständnisse, welche im Handlungsverlauf aufgedeckt werden, sodass man Stück für Stück das Verhalten der Protagonistin besser verstehen kann. Trotzdem geschehen für meinen Geschmack etwas zu viele Zufälle, was die Geschichte konstruiert wirken lässt. Insgesamt ist die Story also ganz nett, das Potential wurde bei der Handlungskonzeption allerdings nicht vollständig ausgeschöpft. Stellenweise wird die Handlung quasi überhaupt nicht vorangetrieben und mir fehlt ein stetiger Handlungsaufbau hin zu einem Höhepunkt.

Zu den Figuren: Im Fokus stehen die beiden Protagonisten Emely und Elyas, wobei die Geschichte aus der Ich-Perspektive Emelys erzählt wird und man als Leser somit in erster Linie Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhält. Ich lese gerne Bücher, die in der Ich-Perspektive geschrieben sind, weshalb dies schon mal ein Pluspunkt ist. 
Neben diesen beiden Figuren gibt es noch Alex - beste Freundin von Emely und Schwester von Elyas. Das Verhalten aller drei Charaktere - aber insbesondere der beiden weiblichen - ist für ihr Alter meiner Meinung nach sehr kindisch. Emely und Alex werden als 23-jährige Studentinnen beschrieben - hätte ich als Leser diese Informationen jedoch nicht, hätte ich sie eher auf 15 oder 16 Jahre geschätzt. Das Benehmen ist alles in allem doch sehr jugendlich und naiv und zeugt überhaupt nicht von Reife, was einfach nicht zu dem Bild passt, das ich von Leuten, die in meinem Alter - also Anfang/Mitte 20 sind - habe. Einerseits ist mir klar, dass nur die fehlende Kommunikation dazu führt, dass Missverständnisse so lange aufrecht erhalten bleiben und die Geschichte dadurch am Laufen bleibt. Andererseits dachte ich mir an ganz vielen Stellen, dass die Protagonisten einfach mal miteiander reden sollten - wie es erwachsene Menschen normalerweise tun würden - und sich dadurch so vieles relativ schnell auflösen würde. Deshalb hat mich vor allem das Verhalten Emelys nach einer gewissen Zeit einfach nur noch genervt.
 
Mein Fazit: »Kirschroter Sommer« ist eine ganz nette, aber auch belanglose Geschichte für zwischendurch, die Charaktere sind allerdings ziemlich nervig. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass mir die Geschichte im Teenager-Alter deutlich besser gefallen hätte als heute - vermutlich bin ich also einfach etwas zu spät dran gewesen mit diesem Buch. Für Leserinnen im Alter von 14 - 18 Jahren würde ich es also trotz der 3-Sterne-Bewertung meinerseits weiterempfehlen. 
Und auch ich werde, gleichwohl mich der erste Teil nicht überzeugen konnte, wohl den zweiten Teil »Türkisgrüner Winter« lesen, weil ich nichtsdestotrotz interessiert daran bin, wie sich die Protagonisten Emely und Elyas weiterentwickeln. Vor allem aber bin ich auch gespannt auf den dritten Teil »Sonnengelber Frühling«, den die Autorin Carina Bartsch rund acht Jahre nach Erscheinen von Band 1 und 2 herausgebracht hat. Denn wenn eine Reihe nach einer vergleichsweise so langen Zeit fortgeführt wird, ist dabei sicherlich auch eine Entwicklung im Schaffen der Autorin zu erwarten...




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♥ ♥ ❥ ♡ ♡
336 Seiten
erschienen im Loewe Verlag 
 
„Überall auf der Welt herrscht ein erbarmungsloser Krieg. Nur im Tal der Erweckten, das von der Außenwelt abgeschottet ist, können die Menschen noch in Sicherheit und Frieden leben. Das glaubt zumindest Sophia. Doch als ihr Freund Mirko verschwindet, beginnt Sophia, ihre streng religiöse Gemeinde infrage zu stellen. Sie verlässt das Tal und findte anstelle eines Schlachtfeldes eine scheinbar perfekte, hoch technisierte Gesellschaft vor. Kann es sein, dass Sophias bisheriges Leben eine einzige Lüge war?“ 
 
Bei Karl Olsbergs „Girl in a strange Land“ handelt es sich um ein Jugendbuch, was nicht, wie der Name vermuten lassen würde, nur von Mädchen gelesen werden kann. Auch männliche Leser kommen bei diesem Buch sehr gut mit, da die Themen nicht „typisch weiblich“ sind. Die Protagonistin könnte durchaus auch ein Junge sein. Neben den unterschiedlichen Themen bietet das Buch drei unterschiedliche Welten, die es sich vorzustellen gilt: Ein vom Glauben geprägtes Dorf, eine hoch technologisierte Stadt und ein Computerspiel. 
 
Fangen wir mit dem Positiven an, was man über die Geschichte sagen kann: Das Buch bietet kurze Kapitel, welche sehr leicht zu lesen sind. Es bietet eine unglaubliche Themenvielfalt von Religion über erste Liebe bis hin zu philosophischen Fragen, wie: „Dürfen Maschinen denken und selbst handeln?“, weshalb es auch eine gute Schullektüre wäre, aber auch für den außerschulischen Leser hält die Geschichte eine gewisse Denkanregung bereit. Die Erzählung selbst bietet eine solide Geschichte für zwischendurch, bei der man aber nicht zu viel erwarten sollte und trotzdem mit gewissen Plottwists rechnen muss. Ein wenig ist man beim Lesen an die Welt von Matrix gemischt mit der vom Playstationspiel Horizon Zero Dawn erinnert. 
 
Nun kommen aber die negativen Seiten, die es auch immer zu berücksichtigen gilt: Die Welt ist zwar in der näheren Handlungsumgebung realistisch und gut vorstellbar, aber trotzdem wirkt sie leer und wenig ausgestaltet. Aus meiner Sicht hätten der Erzählung mehr detaillierte Beschreibungen gutgetan, um besser in die Welt eintauchen zu können. Zum Ende hin wird es mit diesem Kritikpunkt besser, ich hätte es mir aber von Anfang an so gewünscht. 
Die Erzählung fühlt sich, was man auch an den drei Oberkapiteln sehen kann, an, als ob der Autor drei Ideen hatte, die er unbedingt umsetzten wollte, aber nur die Zeit für ein Buch hatte. Jedes der drei Kapitel könnte noch so viel mehr Inhalt vertragen oder auch als eigenes Buch verwertet werden. Die Ausgestaltung der aufgebauten Welt ist hier leider nicht gelungen. Aus dieser Welt könnte man eine Buchreihe von mindestens drei spannenden Büchern mit unterschiedlichsten Charakteren erschaffen, die sich mit den wirklich wichtigen Fragen des Lebens in der nahen Zukunft beschäftigen, wie es ein gutes Jugendbuch tun sollte. 
Kurz gesagt: Die Geschichte und die Welt selbst hat viel Potenzial, welches hier nicht genutzt wurde. 
 
Das Buch ist vor allem geeignet für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren, die sich mit dem Glauben auseinandersetzen wollen. Das Thema Glaube wird als eines der Oberkapitel breit behandelt und bietet eine Grundlage zur eigenen Meinungsbildung. Den männlichen Lesern würde ich vor allem das dritte Oberkapitel ans Herz legen, da es für Computerbegeisterte und Rollenspieler ein bekanntes Bild bietet.
Auch wenn die negative Seite der Kritik hier überwiegt, würde ich das Buch empfehlen. Insgesamt sind wir bei soliden 2,5 von 5 Herzen.
 
 
Die Rezension wurde von meinem Freund Konstantin geschrieben. Danke Dir! 😊 
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♥ ♥ ♥ ♡ ♡  
464 Seiten  
erschienen im Penguin Verlag

Als der 5-jährige Matthew verschwindet, geht ein Aufschrei durch London. In den Zeitungen erscheint sein Bild – und die Psychotherapeutin Frieda Klein kann es nicht fassen: Matthew gleicht bis ins Detail dem Wunschkind eines verzweifelten kinderlosen Patienten von ihr. Ist dieser Mann ein brutaler Psychopath? Warum hat sie das als Therapeutin nicht schon vorher bemerkt? Zusammen mit Inspector Karlsson stößt Frieda auf Parallelen zum Verschwinden eines Mädchens vor mehr als zwanzig Jahren. Sie kommt dem Entführer immer näher. Doch es ist ein Wettlauf gegen die Zeit …
 
Satteln wir das Pferd von hinten auf: Das Buch endet hochspannend mit einer überraschenden Auflösung. Jedoch war der Weg bis dahin sehr langatmig und schleppend. Die Handlung hatte über weite Strecken einfach zu wenig Spannung und beinhaltet mehrere verschiedene Handlungsstränge, die jedoch nicht alle in Zusammenhang mit der Haupthandlung stehen. Dadurch dauert es zu lange, bis die Geschichte zum Wesentlichen kommt.
 
Zudem werden viele Charaktere eingeführt, die nicht wirklich nahbar waren. Ich hoffe aber zumindest bei der Protagonistin Frieda auf eine weitere Entwicklung in den Folgebänden der Reihe des Autorenpaars Nicci Gerrard und Sean French.

Insgesamt hat mich »Blauer Montag« leider nicht überzeugen können. Wenn nur etwa ein Drittel des Buches wirklich spannend ist und mich zum Weiterlesen animiert, ist das schlichtweg zu wenig. Deshalb gibt es trotz des grandiosen Endes nur 3 von 5 Herzen. Ich sehe in der Reihe dennoch Potential, dass sie sich in den weiteren Bänden in eine positive Richtung weiterentwickelt.

 

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