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Splendid Tales

  
 
♥ ♥ ♥ ♥ ♥
13h 32min (496 Seiten) 
erschienen bei Random House Audio
 
Nachdem im Januar bei mir romantische Liebesgeschichten auf dem Programm standen, war nun endlich mal wieder Zeit für einen Thriller - und zwar einer, der es in sich hatte. Eher durch einen glücklichen Zufall bin ich über das Bloggerportal der Randomhouse Verlagsgruppe auf dieses Hörbuch gestoßen, bin nun aber unglaublich dankbar dafür, es kostenlos zum Rezensieren zur Verfügung gestellt bekommen zu haben. Die Autorin hat mich mit ihrer Geschichte so überzeugt, dass ich unbedingt auch ihre anderen Bücher, die sie bisher veröffentlicht hat, lesen möchte.
 
»Beste Freundin - Niemand lügt so gut wie du« handelt von einer Journalistin - Jess Fox - die über einen Doppelmord berichten soll, der in ihrer Heimatstadt Tilby geschehen ist. Der Ort ist aber nicht die einzige Verbindung, die Jess zu diesem Verbrechen hat, sondern darüber hinaus ist auch die Tatverdächtige ihre ehemalige beste Freundin Heather Powell. Durch diese Konstellation ist die moralische Zwickmühle, in der Jess bei der Berichterstattung steckt, natürlich vorprogrammiert und somit wird es für sie zu einer Gratwanderung, einerseits ihrem Job gerecht zu werden, indem sie eine gute Story abliefert, andererseits aber auch dei Privatsphäre derjenigen Menschen, die sie in ihrer Jugend lieb gewonnen hat, zu achten. Während ihrer Recherche taucht Jess mehr und mehr in ihre, aber vor allem auch in Heathers Vergangenheit ein und die Hinweise, die zu dem Tag führen, an dem Heathers Schwester Flora verschwand, und die auch eine Verstrickung Jessicas in die ganze Sache aufdecken, häufen sich. Hinter dem anfangs willkürlich erscheinenden Doppelmord steckt also mehr als zunächst alle ahnen...
 
Was mir an dem Hörbuch besonders gut gefallen hat, ist, dass es von verschiedenen Stimmen vorgelesen wird. Dadurch kommen die verschiedenen Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird, sehr gut zur Geltung und das Hörerlebnis gestaltet sich abwechslungsreich. Mit den Perspektiven wechselt aber nicht nur die Sprecherstimme, sondern auch auf der Erzählebene findet ein Umbruch statt, indem Jess' Passagen in der Ich-Form und Margots Passagen in der personalen Erzählform geschrieben wurden. Außerdem gibt es noch kurze Einschübe aus Heathers Sicht, wobei es sich eher um Gedanken- und Erinnerungsfetzen handelt, die sich wohl in ihrem Kopf abspielen, während sie im Koma liegt. Aber auch diese bringen nach und nach mehr Details ans Tageslicht und bilden somit ein zusätzliches spannungssteigerndes Element.
 
Eine weitere Qualität dieser Geschichte ist es, dass die Autorin es auf grandiose Art und Weise geschafft hat, immer wieder kleine Hints einzubauen, die zur Auflösung der Handlung beitragen und den Leser oder Hörer bei der Stange halten, gleichzeitig aber nicht zu offensichtlich sind, sodass man den Ausgang schon irgendwie vorhersehen könnte. Die Spannung fällt im Handlungsverlauf zu keinem einzigen Zeitpunkt ab und vor allem gegen Ende hin gibt es nochmals einige Wendungen - Claire Douglas hat diese Geschichte also einfach nur genial konzipiert. Dies hat auch dazu geführt, dass ich wann immer es mir möglich war, weiterhören wollte und das Hörbuch in nur wenigen Tagen durch hatte.
 
Ebenso wie die Storyline sind auch die Charaktere vielschichtig und gründlich ausgearbeitet. Auffällig war für mich, dass die Hauptfiguren allesamt weiblich waren und die Männer nur nebensächliche Rollen spielten. Das mag vielleicht den ein oder anderen, der ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis bevorzugt, stören, ich persönlich hatte dagegen aber überhaupt nichts, da ich mich in weibliche Charaktere ohnehin meistens besser hineinversetzen kann. In dieser Hinsicht hat mich das Buch von der Figurenkonstellation her aber stark an Sarah Pinboroughs »Tief ins Herz«, bei dem auch drei Frauen im Mittelpunkt des Geschehens stehen und die Zusammenhänge der Ereignisse einige Jahre in die Vergangenheit zurückführen, erinnert. Auch von diesem Thriller war ich damals absolut begeistert. Innerhalb dieses Genres stehen also beide Bücher für mich als unangefochtene Favoriten auf einer Stufe und ich möchte jedem Thriller-Fan ans Herz legen, sie zu lesen.
 
Nun bin ich mit meiner Rezension am Ende ohne auch nur einen einzigen Kritikpunkt genannt zu haben. Mein Fazit zu Claire Douglas' »Beste Freundin« lautet also wenig überraschend: Es ist ein unglaublich fesselnder Thriller, der nicht nur Charaktere mit Tiefgang enthält, sondern auch eine sehr gut entwickelte Hintergrundgeschichte. Für mich war es definitiv ein Highlight und deshalb gebe ich eine klare Hör- oder auch Leseempfehlung - je nachdem, welches Format man bevorzugt. 
Ich hoffe sehr, dass wir von dieser Autorin in Zukunft noch viele weitere packende Geschichten erwarten dürfen...

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♥ ♥ ♥ ♥ ♥
13h 18min (512 Seiten)
erschienen bei Random House Audio
 
 
Zwei parallele Handlungsstränge, die am Höhepunkt der Geschichte zusammengeführt werden und ein Selbstmord, der ein ganzes Leben auf den Kopf stellt - das ist Charlotte Links »Der Verehrer«.

Von Anfang an hat mich diese Geschichte in ihren Bann gezogen und man merkt, dass die Autorin genau weiß, wie man eine spannungsgeladene Stimmung erzeugt und über weite Strecken der Handlung aufrechterhält.

Mit detailreichen Beschreibungen der Handlungsorte ebenso wie der Gedanken und Gefühle von den Handlungsfiguren ermöglicht Charlotte Link dem Leser, sich alles sehr genau vorstellen zu können und sich den Figuren nahe zu fühlen. Trotz dessen, dass ich eigentlich lieber Bücher mag, in der aus der Ich-Perspektive erzählt wird, habe ich bei dieser Geschichte richtig mitgefiebert und schon nach kurzer Zeit hat es mich überhaupt nicht mehr gestört, dass die Handlung hier nicht aus Sicht einer Figur geschildert wurde.

Die Verknüpfung der beiden Handlungsstränge geschieht im Verlauf der Erzählung ganz nebenbei. Anfänglich kann man selbst noch etwas rätseln, wie genau die beiden Handlungen zusammenhängen, doch dann wird es schon bald klar. Ziemlich überraschend fand ich, dass der Höhepunkt der Geschichte verhältnismäßig früh kommt - das heißt, man weiß schon weit vor Ende der Geschichte, wer die bösartige Figur ist und gegen Ende gegen Ende ist es ein bisschen ein Katz-und-Mausspiel: Wer hat die besseren Nerven? Wer hält länger durch? Wer geht taktisch klüger vor? Kann das Böse besiegt werden oder wird es weitere Opfer geben? Es sei also so viel vorweggenommen: Obwohl man schon früher weiß, wer der Täter ist, bleibt es bis zum Schluss hochspannend!
 
Besonders wichtig bei einem Hörbuch ist schließlich auch immer der Vorleser bzw. in diesem Fall die Vorleserin. Ich kenne auch Hörbücher, bei denen ich die vorlesenden Stimmen eher unangenehm finde, und dann ist es eine Qual, sich durchzukämpfen und eine gute Geschichte kann dadurch gut und gerne mal kaputt gemacht werden. Hier ist das aber ganz und gar nicht der Fall! Das Buch wird vorgelesen von Tessa Mittelstaedt, welche der Geschichte mit ihrer Stimme Leben einhaucht. Ich habe ihr die ganze Zeit über erwartungsvoll gelauscht und der gewisse Suchtfaktor, den dieser Thriller auf jeden Fall birgt, ist meines Erachtens deshalb nicht allein dem erstklassigen Handlungsaufbau, sondern ebenso der hervorragenden Vorleserin zuzuschreiben.
 
Ich möchte Charlotte Links Thriller »Der Verehrer« - und insbesondere das Hörbuch - jedem ans Herz lesen, der genauso gerne Bücher mit Nervenkitzel liest oder hört wie ich. 
Zuletzt bleibt mir nur noch zu sagen: Vielen lieben Dank an die Penguin Random House Verlagsgruppe, welche mir das Hörbuch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und mir somit ein aufregendes Hörerlebnis beschert haben!
 


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♥ ♥ ♥ ♥ ♡
444 Seiten
erschienen bei Bastei Lübbe
 
Mit der Thriller-Flatrate von Bastei Lübbe bot sich die einmalige Chance, eine spannungsvolle Reise nach Skandinavien zu machen. »Hexenjäger« von Max Seeck ist das zweite von drei Büchern der Thriller-Flatrate und führt uns nach Finnland.
 
Klappentext:
Der Mörder geht nach einem perfiden Plan vor: Detailgetreu stellt er die Morde einer Bestseller-Trilogie nach. Und die sind äußerst brutal und erinnern an mittelalterliche Foltermethoden. Die Opfer - allesamt Frauen. Ist ein Fan der Trilogie durchgedreht? Kommissarin Jessica Niemi und ihr Team ermitteln unter Hochdruck, doch der Mörder ist ihnen immer einen Schritt voraus. Die Ermittler tappen im Dunkeln, bis ihnen klar wird, dass die Opfer Jessica Niemi erschreckend ähnlich sehen ...
 
Worauf lässt man sich bei diesem Buch ein?
Diese Beschreibung traf genau meinen Geschmack: Geheimnisvoll, eine Ermittlerin im Zentrum des Geschehens und mittelalterliche Foltermethoden. Was will man mehr. Wenn man das Buch beginnt zu lesen, wird man sofort im ersten Kapitel von einer Atmosphäre gecatcht, die man sonst nur aus Filmen kennt. Ein Cliffhanger am Ende des ersten Kapitels, der sagt: Lies weiter! Und es sollte nicht der einzige bleiben. Das Buch entwickelte sich zu einem richtigen Page-Turner und zeichnet sich durch Nervenkitzel aus. Begünstigt wird die Spannung auch durch die kurzen Kapitel von wenigen Seiten. Abgesehen davon ist das Buch aufgrund der Schreibweise extrem leicht zu lesen. Dieser Thriller ist also für jeden etwas - sowohl für Neulinge im Genre als auch für Thriller-Experten. 
Handlungsort ist Finnland – das Land, woher auch der Autor Max Seeck stammt. Die Dunkelheit des Winters ist über weite Strecken zu spüren. Sie verleiht dem Setting, in dem sich die Figuren bewegen, Glaubwürdigkeit und an vielen Stellen verhilft das Bild vom dunklen und zugeschneiten Finnland zu mehr Spannung. Der Autor spart nicht mit detailgetreuen Beschreibungen seiner Schauplätze, wodurch die verschriftlichten Bilder tatsächlich im inneren Auge vorbeiziehen. 
Charaktere sind es nicht viele: Ein kleines Ermittlerteam, zu dem die Hauptfigur Jessica Niemi gehört, begleiten wir auf der Suche nach dem Mörder. Dabei folgen wir der Hauptfigur überall hin, wobei es auch Sprünge zu Nebenschauplätzen gibt. Diese finden im Rahmen einer Nebenhandlung statt, die vor der erzählten Zeit spielt und welche Verbindungen, die wichtig für das Verständnis der Handlung sind, erklären. Oftmals fungiert die Nebenhandlung spannungsbereitend und bietet Cliffhanger für die Haupthandlung. Die Nebenfiguren haben teils mehr, teils weniger Tiefgang, was aber nicht schlimm ist, da somit ein erkennbarer Fokus gesetzt wird. 
Kommen wir nun zu weiteren Aspekten des Buches: Mit «Hexenjäger» haben wir meiner Meinung nach einen sehr guten Thriller vor uns, der bis zu den letzten Kapiteln nicht im Ansatz verrät, wer der Mörder sein könnte. Die Lösung des Falls ist zum einen hochspannend zu lesen, zum anderen lässt sie - vor allem am Ende - Raum für Interpretationen des Lesers, da letzten Endes nicht alles vollständig aufgeklärt wurde. Das Ende hat es also in sich - vor allem wenn man gerne eigene Spekulationen anstellt. Das Buch hat es geschafft, mich am Ende zu verwirren und zum Nachdenken zu bringen, was es für mich zu einem gelungenen Buch macht. Andererseits könnten manche dem möglicherweise kritischer gegenüberstehen und behaupten, der Schluss wäre nicht wirklich zu Ende gedacht worden und unfertig. Ich sehe es aber so, dass es dem Leser absichtlich offensteht, wie er für sich die einzelnen Handlungsstränge weiterspinnt und denke, dass diese Offenheit auch durchaus Anlass für eine Fortsetzung gibt...
 
Wie würde ich das Buch nun insgesamt bewerten?
Das Setting ist wunderbar gewählt: düster, verschneit, gruselig. (5/5) 
Die Handlung ist mitreißend und lässt nirgends einen Abbruch dieser Spannung zu. (5/5) 
Das Ende ist etwas verwirrend und hinterlässt offene Fragen. Ein bisschen fühle ich mich dabei auch unbefriedigt, da ein gewisser Teil einfach übersprungen wird. Meiner Meinung nach ist das aber in Ordnung und gibt Interpretationsspielraum für den Leser und eben auch die Möglichkeit für eine Fortsetzung. (3/5) 
Die Hauptfigur ist grundsätzlich nachvollziehbar konzipiert, manchmal fehlt allerdings etwas mehr Hintergrundinformation, um ihr Verhalten besser nachvollziehen zu können. Punktuell könnte man sie also noch weiter ausarbeiten. Trotzdem passt die Hauptfigur so, wie sie geschrieben ist, gut zur Handlung. (3/5) 
Die Nebenfiguren existieren und unterstützen die Hauptfigur. An manchen Stellen könnten auch sie mehr Tiefe bekommen. So liegt das Hauptaugenmerk in jedem Fall auf Jessica. (4/5) 
Das Buch setzt sich aus besonders kurzen Kapiteln zusammen, was ich als sehr angenehm empfunden habe, da man das Buch somit auch mal kurz zwischendurch lesen kann, wenn man nur wenig Zeit hat. Bei spannenden Stellen muss man dann allerdings seine Termine verschieben. 😉 (5/5)
 
Fazit:
Alles in allem gebe ich «Hexenjäger» von Max Seeck 4 von 5 Herzen, und würde das Buch wirklich jedem empfehlen, der auf Thriller steht und auch denjenigen, die bisher nicht wissen, dass sie es tun.
 
 
Diese Rezension wurde von meinem Freund Konstantin geschrieben. Danke Dir! 😊
 


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♥ ♥ ♥ ♡ ♡
416 Seiten
erschienen im Rowohlt Verlag
 
Harper McClain arbeitet als Polizeireporterin bei den Savannah Daily News. Als eine junge Frau mitten in der Nacht im Stadtzentrum ermordet wird, lässt ihr der Fall keine Ruhe. Denn Harper kannte das Opfer sogar: Naomi Scott, eine 24-jährige, bildschöne und beliebte Jurastudentin, die nebenbei als Barkeeperin jobbte und die Welt verändern wollte.
Für den Mord, der die ganze Stadt Savannah in eine Schockstarre versetzt, hat die Polizei schnell einen Verdächtigen: Naomis Freund, ebenfalls Jurastudent, dessen Schuld für alle erwiesen scheint. Doch bald darauf meldet sich Naomis Vater bei Harper und behauptet zu wissen, wer seine Tochter ermordet hat: Peyton Anderson, Sohn eines Staatsanwalts, dessen Familie über Geld und Einfluss verfügt und unantastbar zu sein scheint. Während die ganze Stadt nach Informationen zum ungeklärten Mord ohne Zeugen verlangt, entwirrt Harper eine verworrene Geschichte über Besessenheit und Eifersucht. Zusätzlich lastet ein Druck auf ihr, der über den Mordfall hinausgeht. Da die Zeitung vor weiteren Entlassungen steht, hängt ihr Job am seidenen Faden und somit ist klar: Harper braucht eine grandiose Story und dazu muss sie die Mordgeschichte um Naomi Scott so schnell wie möglich aufklären.

Der erste Teil aus der Thriller-Reihe rund um die gerissene Reporterin Harper McClain hat mich bereits sehr begeistert (meine Rezension zu »Echo Killer« kannst du hier nachlesen). Daher wollte ich mir auch den zweiten Band nicht entgehen lassen.

Die Punkte, die ich bereits bei »Echo Killer« positiv hervorgehoben habe, treffen auch auf »Die schöne Tote« zu: die Kapitel sind kurz, Christi Daugherty hat einen schönen, anschaulichen Schreibstil und die mutige, durchsetzungsfähige Protagonistin ist eine echte Sympathieträgerin. Mir gefällt es, dass man den Mordfall aus der Perspektive einer Zeitungsreporterin erlebt, die sowohl an der Wahrheit als auch an einer guten Geschichte interessiert ist.
 
Doch fand ich, dass dieses Mal die Handlung zwischenzeitlich einige Längen aufwies, sodass ich das Buch tatsächlich auch erst im zweiten Anlauf durchgelesen habe. Es war definitiv nicht so, als ob ich durch die Seiten geflogen und von der Geschichte gefesselt gewesen wäre. Außerdem hat mir der Überraschungseffekt gefehlt, da schon sehr früh klar war, wer der Täter ist und es kaum Twists gab. Dessen ungeachtet greift die Geschichte aber einige interessante Themen auf: Macht durch Geld, Machtmissbrauch, Justizversagen wie auch Stalking und ist somit dennoch auf eine Art bereichernd.
 
Gut gefallen mir bei Christi Daugherty auch die Nebenhandlungsstränge: Harpers Freundschaft mit Bonnie, ihre diffizile Beziehung zu Luke und die Tatsache, dass sie von einer Person aus ihrer Vergangenheit verfolgt wird. Damit baut die Autorin auch neben der Kriminalhandlung noch Spannung auf und bereitet alles für einen weiteren Teil der Reihe vor.

So richtig überzeugend fand ich »Die schöne Tote« also nicht - vor allem nicht im Vergleich zu ihrem Vorgänger »Echo Killer«. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt auf weitere Bücher von Christi Daugherty und traue der Autorin einiges zu. Das Buch erhält von mir 3 von 5 Herzen. 

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♥ ♥ ♥ ♡ ♡  
464 Seiten  
erschienen im Penguin Verlag

Als der 5-jährige Matthew verschwindet, geht ein Aufschrei durch London. In den Zeitungen erscheint sein Bild – und die Psychotherapeutin Frieda Klein kann es nicht fassen: Matthew gleicht bis ins Detail dem Wunschkind eines verzweifelten kinderlosen Patienten von ihr. Ist dieser Mann ein brutaler Psychopath? Warum hat sie das als Therapeutin nicht schon vorher bemerkt? Zusammen mit Inspector Karlsson stößt Frieda auf Parallelen zum Verschwinden eines Mädchens vor mehr als zwanzig Jahren. Sie kommt dem Entführer immer näher. Doch es ist ein Wettlauf gegen die Zeit …
 
Satteln wir das Pferd von hinten auf: Das Buch endet hochspannend mit einer überraschenden Auflösung. Jedoch war der Weg bis dahin sehr langatmig und schleppend. Die Handlung hatte über weite Strecken einfach zu wenig Spannung und beinhaltet mehrere verschiedene Handlungsstränge, die jedoch nicht alle in Zusammenhang mit der Haupthandlung stehen. Dadurch dauert es zu lange, bis die Geschichte zum Wesentlichen kommt.
 
Zudem werden viele Charaktere eingeführt, die nicht wirklich nahbar waren. Ich hoffe aber zumindest bei der Protagonistin Frieda auf eine weitere Entwicklung in den Folgebänden der Reihe des Autorenpaars Nicci Gerrard und Sean French.

Insgesamt hat mich »Blauer Montag« leider nicht überzeugen können. Wenn nur etwa ein Drittel des Buches wirklich spannend ist und mich zum Weiterlesen animiert, ist das schlichtweg zu wenig. Deshalb gibt es trotz des grandiosen Endes nur 3 von 5 Herzen. Ich sehe in der Reihe dennoch Potential, dass sie sich in den weiteren Bänden in eine positive Richtung weiterentwickelt.

 

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♥ ♥ ♥ ♥ ♥
448 Seiten
erschienen im Rowohlt Verlag 

„Tief ins Herz“ ist ein schrecklich guter Thriller, der tatsächlich tief unter die Haut bis ins Herz geht.

Protagonistin Lisa ist eine alleinerziehende überfürsorgliche Mutter. Für sie gibt es nur ihre sechzehnjährige Tochter Ava sowie ihre beste Freundin und Arbeitskollegin Marilyn. Vor einer neuen Beziehung hat sie Angst. Plötzlich passieren in Lisas Alltag merkwürdige Dinge, die in ihr Erinnerungen an die Vergangenheit wecken und sie immer mehr aus der Fassung bringen. Es scheint jemanden zu geben, der Lisa und ihre Tochter ins Visier genommen hat und das Geheimnis, mit dem Lisa schon viele Jahre lang lebt, ans Licht bringen will…

Für mich war das Buch von Sarah Pinborough ein richtiger Pageturner. Dadurch dass die Geschichte zahlreiche Wendungen bereithält, war sie spannend vom Anfang bis zum Schluss.

Der Thriller ist in drei Teile untergliedert plus einen Prolog und einen Epilog. Besonders in Teil zwei und drei kommt es oft zu Rückblenden und danach wieder Zeitsprünge in das Jetzt. Die Kapitel werden überwiegend aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt: aus Lisas, Avas und aus Marilyns Sicht. Dies führt dazu, dass man sich in alle drei Hauptfiguren besser hineinfühlen kann, man versteht ihren Standpunkt, ihre Gefühle und Handlungsweisen. Oftmals finde ich Zeitsprünge und Perspektivwechsel innerhalb eines Buches anstrengend und verwirrend. Hier war das durch eindeutige Kapitelüberschriften aber nicht der Fall, und um die Geschichte so aufzuziehen genau richtig.

Die Charaktere sind sehr facettenreich, alle drei Hauptfiguren haben ihr eigenes Päckchen zu tragen. Und ich konnte zu allen drei Sympathien aufbauen, am allermeisten zu Lisas Freundin Marilyn, die am Anfang noch gar nicht so im Mittelpunkt steht, aber ab dem zweiten Teil immer wichtiger für die Handlung wird.

Zuletzt möchte ich auch das Cover nicht unerwähnt lassen – ein Herz mit vielen Nadelstichen – das, wie ich finde, einfach perfekt gewählt ist. Denn auch die Protagonistinnen mussten bereits mehr oder weniger viele Stiche ins Herz erleiden.

Wie vermutlich aus jedem Satz hervorging, kann ich „Tief ins Herz“ von Sarah Pinborough absolut weiterempfehlen! Es bekommt von mir 5 von 5 Herzen. Der Kommentar von Harlan Coben auf dem Einband „Sie werden dieser Autorin verfallen.“ hat sich bei mir definitiv bewahrheitet. Ich möchte mich deshalb herzlich beim Rowohlt Verlag bedanken, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt hat. 😊
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