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Splendid Tales

Na, wer von euch hat sich schon Heartstopper auf Netflix angesehen und sich ebenso wie ich in Nick und Charlie verliebt? Ganz ehrlich: Ich schmelze dahin bei dieser zuckersüßen Liebesgeschichte.

 
Aber wusstet ihr auch schon, dass die Erfolgsserie auf einer Graphic Novel von Alice Oseman basiert? Die Reihe hat insgesamt vier Bände, wovon der zweite heute im Loewe Verlag erschienen ist, und zeigt, dass Liebe nicht viele Worte braucht.
 
 
 
Alice Oseman verarbeitet in ihren Büchern verschiedene LGBTQIA+-Themen, so auch in Heartstopper, das die Liebesgeschichte des homosexuellen Paares Charlie und Nick erzählt. Dabei beweist die Autorin ein feines Gespür. Denn sie thematisiert Schwulsein und Identitätsfindung nicht in einer aufdringlichen oder problematischen Weise, sondern fördert durch ihre Geschichten einen offenen Umgang mit sexueller Vielfalt. 
 
Diversität ist auch in Alice Osemans anderen Romanen selbstverständlich. Zum Beispiel steht bei Loveless das Thema der Asexualität im Fokus, ebenso beinhalten ihre Geschichten auch immer wieder non-binäre Charaktere. Damit hält eine diverse Zukunft Einzug in die Literaturwelt, was meiner Meinung nach viel zu lange gedauert hat.

Habt ihr schon mal ein Buch von Alice Oseman gelesen und wenn ja, wie hat es euch gefallen? 
 
Quelle Fotos:
Heartstopper - Serie | © Netflix
Heartstopper Volume 1 | © Loewe Verlag
Heartstopper Volume 2 | © Loewe Verlag
Heartstopper Volume 3 | © Loewe Verlag
Heartstopper Volume 4 | © Loewe Verlag
 
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♥ ♥ ♥ ♥ ♥
416 Seiten
erschienen im Loewe Verlag

Joana lebt ein geordnetes Leben: Sie studiert Biochemie, wohnt mit ihren Freundinnen Karla und Gabriella in einer WG und ist schon seit mehreren Jahren in einer Beziehung. Doch dieses Leben entspricht nicht dem, was sie sich immer erträumt hat, ihre wahren Wünsche und Träume von der Zukunft verbirgt sie tief in ihrem Inneren und nie ist Joana so richtig glücklich. Als Karlas Bruder Kilian, den Joana schon seit ihrer Kindheit kennt, nach München zieht, macht dieser mit seinen provokanten Sprüchen und actionreichen Unternehmungen Joanas Leben zu einer Achterbahnfahrt. Obwohl Kilian, der den Nervenkitzel liebt, auf den ersten Blick so gar nicht in ihren sicheren, geregelten Alltag zu passen scheint, blickt er als Einziger hinter Joanas Fassade und erkennt ihre Zukunftsängste und wahren Träume. Dank ihm kann Joana ihre dunkle Vergangenheit endlich loslassen und ihre Träume verwirklichen...

Nachdem im ersten Band die Geschichte von Gabriella und Anton erzählt wurde, lernt man in »Vielleicht Nie« Joana näher kennen. Anfangs habe ich mir mit ihrem Charakter zugegebenermaßen etwas schwer getan und bin nicht wirklich warm mit ihr geworden. Je weiter die Geschichte aber voranschritt und mehr Informationen über Joanas Vergangenheit und Hintergründe eröffnete, desto mehr Parallelen konnte ich zwischen ihr und mir erkennen, wodurch die Figur für mich ein hohes Identifikationspotenzial aufweist. Kilian mit seiner einfühlsamen Art mochte ich außerdem total gerne und ich habe mich sofort in ihn verliebt. Auch er legt über die Geschichte hinweg eine Entwicklung hin und ist der perfekte Gegenpol zu Joana.

Die Beziehung der beiden ist aber keinesfalls kitschig, sondern erhält durch die Sticheleien, die sich die beiden hin und wieder liefern, eine gute Pirse Humor und ist gleichzeitig auch ernst und tiefgründig. Die Offenheit und Ehrlichkeit der beiden sowie die Tiefe ihrer Beziehung hat mir gegenüber Anton und Brie im ersten Teil viel besser gefallen.
 
Die Stadt München als Setting finde ich nach wie vor sehr schön und da darf die Wiesn als Schauplatz natürlich nicht fehlen. Die Autorin Carolin Wahl hat eine wundervolle Atmosphäre gezaubert und ihr lockerer Schreibstil lässt einen regelrecht durch die Seiten fliegen, weshalb man die Bücher leider viel zu schnell ausgelesen hat.

Die wunderschöne und prickelnde Liebesgeschichte bereitet einem wirklich Herzklopfen. Daher bekommt »Vielleicht Nie« 5 von 5 Herzen und ich kann die »Vielleicht«-Reihe jedem New-Adult-Liebhaber nur empfehlen! 💗

Nun kann ich es kaum noch erwarten, auch den dritten Teil endlich zu lesen, der in meinem Bücherregal schon in den Startlöchern steht. 😊

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♥ ♥ ♥ ♡ ♡
480 Seiten
erschienen im Loewe Verlag
 
Georgia ist achtzehn Jahre alt, hat ihren High-School-Abschluss in der Tasche und beginnt nun am College Englische Literatur zu studieren. Doch etwas fehlt: Georgia war noch nie richtig verliebt, obwohl sie Expertin für Romantik ist. Sie fühlt sich deshalb komisch und versteht sich selbst manchmal nicht. Aber am College wird sie nun hoffentlich die große Liebe finden. Und so ist Georgia fast zwanghaft auf der Suche nach ihrer Lovestory, muss jedoch feststellen, dass sie Küsse in Wahrheit eklig findet. Mehr aus Spaß meldet sich Georgia bei der Pride Society ihres Colleges an und findet nicht nur einen Freund, sondern auch die Antwort auf ihr bisher liebloses Leben: Georgia ist asexuell.

Zunächst einmal möchte ich festhalten, wie toll ich es finde, dass Alice Oseman in ihren Jugendromanen verschiedene LGBTQIA+-Themen aufgreift und Jugendliche damit auf ihrer Suche nach der eigenen Identität sowie auf dem Weg zur Selbstakzeptanz begleitet. Sie zeigt, dass es mehr als nur eine Art und Weise zu lieben gibt und das ist so wichtig! In »Loveless« steht die sexuelle Orientierung Asexualität im Vordergrund und es ist das erste Buch, das ich kenne, welches dieses Thema zum Gegenstand macht. Anhand einiger weiterer Figuren werden außerdem auch andere sexuelle Orientierungen wie Homosexualität, Bisexualität oder Nichtbinäre Geschlechtsidentität ganz nebenbei und auf natürliche Weise in der Geschichte aufgegriffen.

Allerdings wirkten manche Konstellationen und Geschehnisse auch sehr forciert und konstruiert. Zwar wird dadurch die wichtige Message unmissverständlich transportiert, doch malt Alice Oseman damit nicht unbedingt ein Abbild der Realität.

Der Schreibstil ist jugendlich und umgangssprachlich, weshalb das Buch gut und leicht zu lesen ist. Dennoch ist dieser Schreibstil aufgrund seiner Einfachheit nicht unbedingt meins und ich hätte mir an manchen Stellen detailreichere und ausladendere Beschreibungen gewünscht.

Ansonsten ist »Loveless« eine unterhaltsame Geschichte über eine Heranwachsende, die mit sich selbst hadert.  Die Gedanken und Gefühle der Protagonistin drehen sich jedoch ständig im Kreis, was beim Lesen auf Dauer ziemlich anstrengend ist. Die Geschichte wird so nur langsam vorangetrieben und man möchte Georgia manchmal am liebsten schütteln und ihr sagen: "Du bist gut so, wie du bist."

Alles in allem finde ich, dass Alice Oseman mit »Loveless« ein wichtiges Buch geschrieben hat und ich freue mich, dass LGBTQIA+ nun auch einen Platz in der Literatur erhält, was längst überfällig war. Trotzdem hatte das Buch einige Schwächen: Weder die Charaktere noch die Handlung konnten mich vollends überzeugen. Deshalb vergebe ich für »Loveless« insgesamt 3 von 5 Herzen.

 

 
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♥ ♥ ♥ ♥ ♡
448 Seiten
erschienen im Loewe Verlag

In »Vielleicht Jetzt« geht es um Gabriella, die eigentlich in Brasilien Architektur studiert, doch nun ein Praktikum bei einer Catering-Firma in München macht. Warum? Weil sie ihren Vater, der Chef von Leckerste - der besagten Catering-Firma - ist, kennenlernen möchte. Und so schleust sie sich undercover dort ein, gewinnt in ihren Mitbewohnerinnen Joana und Karla zwei Freundinnen für's Leben und verliebt sich ausgerechnet in ihren unverschämt gut aussehenden Vorgesetzten Anton, der klare Regeln hat, was Beziehungen am Arbeitsplatz angeht...

Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass ich ein Fan von so schlichten Covern, wie sie die Vielleicht-Reihe hat, bin. Optisch sprechen mich die Bücher auf jeden Fall schon mal an, aber konnte mich auch der Inhalt überzeugen?
 
Definitiv: Ja!!
Die Protagonistin ist eine witzige, temperamentvolle, mutige und liebenswürdige junge Frau - gerne wäre ich selbst so wie sie. Zusammen mit den beiden anderen WG-Bewohnerinnen (deren Geschichte in Band 2 und 3 erzählt wird) ergibt sich ein sympathisches Trio, das mir mehrmals ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat. Hier merkt man, mit wie viel Liebe die Autorin Carolin Wahl ihre Charaktere entwickelt hat.

Die Geschichte ist nicht wirklich innovativ, sondern bedient sich stereotyper Muster. Der Handlung hätte man etwas mehr Tiefe verleihen und so insgesamt mehr aus dem Buch rausholen können. Dennoch ist es eine unterhaltsame Love Story, die zum Wohlfühlen einlädt und hungrig macht. 😄

Der Schreibstil ist ziemlich einfach - was für diese Geschichte aber genau richtig so ist. Dadurch bietet das Buch ein kurzweiliges Lesevergnügen.

»Vielleicht Jetzt« konnte mich in jedem Fall begeistern. Da es mich allerdings nicht in allen Punkten überzeugen konnte und ich bei den Folgebänden der Trilogie noch Entwicklungspotential sehe, vergebe ich erst einmal vorsichtig nur 4 von 5 Herzen. Ich freue mich aber schon sehr darauf, »Vielleicht Nie« und - wegen des Formel-1-Themas - ganz besonders darauf, »Vielleicht Irgendwann« zu lesen. 💖

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In diesem Monat habe ich 3 Bücher gelesen bzw. gehört: 
 
  • Claire Douglas: Beste Freundin - niemand lügt so gut wie du (Thriller)
Diesen Thriller habe ich als Hörbuch gehört und es hat mich schlichtweg begeistert! Die Geschichte wurde so fesselnd erzählt, dass ich kaum noch aufhören konnte und es in wenigen Tagen schon durchgehört hatte. Mehr Details könnt ihr in meiner Rezension dazu nachlesen. 😍
 
 
  • Carina Bartsch: Türkisgrüner Winter (Roman)
Den zweiten Teil der Reihe fand ich etwas überzeugender als Kirschroter Sommer, da sich die Story etwas vielschichtiger weiterentwickelt. Trotzdem werde ich wohl kein Fan mehr von Emily und Elyas.
 
 
  • Nina Bilinszki: An Ocean Between Us (Roman)
An Ocean Between Us hatte ich in relativ kurzer Zeit durchgelesen. Das liegt natürlich zum einen an der verhältnismäßig etwas geringeren Seitenanzahl, vor allem aber auch daran, dass es eine sehr berührende Geschichte ist, die in einem leichten Schreibstil so fesselnd erzählt wird, dass man nur so durch die Seiten fliegt.




Das waren insgesamt 1312 Seiten, also 47 Seiten pro Tag.



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Da ich gestern Abend mit einer Freundin im Kino war, gibt es heute anstelle einer Buchrezension ausnahmsweise mal eine Kritik zu einem Kinofilm, und zwar zu »Wunderschön« - einem schönen Film mit einer positiven und tollen Message.
Der Film dreht sich um fünf Frauen - Sonja gespielt von Karoline Herfurth, Julie gespielt von Emilia Schüle, Vicky gespielt von Nora Tschirner, Frauke gespielt von Martina Gedeck und Leyla gespielt von Dilara Aylin Ziem - die an unterschiedlichen Punkten ihres Lebens stehen und alle auf ihre eigene Weise unzufrieden sind - sei es, weil sie sich nicht schön, nicht glücklich oder nicht erfolgreich fühlen. Jede von ihnen versucht, dem gesellschaftlichen Idealbild von Schönheit und beruflichem Erfolg nachzueifern. 
Die fünf Hauptcharaktere entsprechen alle einem bestimmten Klischee, wodurch das innovative Potential eventuell etwas verloren geht, aber dafür stellt es meines Erachtens ein realistisches Abbild der Gesellschaft dar, da alle kein perfektes Leben führen, sondern jede mit Sorgen belastet ist. Allenfalls fehlt es dem Film etwas an Diversität: So spiegelt sich in allen Beziehungen die heterosexuelle gesellschaftliche Norm wider und auch in Bezug auf die Repräsentation verschiedener Ethnien zeigt sich keine Vielfalt.
Was ich sehr positiv empfand, ist, dass keine der fünf Figuren zu kurz kommt, sondern die Geschichte jeder Frau sensibel und tiefgreifend erzählt wird, ihre Unsicherheiten und Verletzlichkeiten gezeigt werden und man stets einen Blick hinter die Fassade werfen kann. Dabei werden die ernsten Themen immer auch durch humorvolle Dialoge oder romantische Szenen aufgelockert, sodass eine gute Mischung aus Schwere und Leichtigkeit entsteht.
Im Vergleich zu anderen Kinofilmen ist dieser mit 132 Minuten Länge tatsächlich nicht ganz kurz, jedoch hat er sich an keiner Stelle in die Länge gezogen und keine Szene hat mich gelangweilt. Im Gegenteil - um die Geschichte von fünf Frauen hinreichend zu erzählen und allen gleichermaßen gerecht zu werden, braucht es diese Zeit und ich war unendlich traurig, als der Film schon zu Ende war.
Im Großen und Ganzen ist »Wunderschön« ein Abbild verschiedener Lebenswirklichkeiten und jeder Zuschauer und jede Zuschauerin kann sich sicher mit mindestens einer Figur identifizieren. Es ist also ein Film für alle Altersklassen, wodurch er sich für mich besonders positiv hervorhebt.
Deshalb möchte ich »Wunderschön« gerne 5 von 5 Herzen geben.


Quelle Foto: FILMSTARTS.de



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♥ ♥ ♥ ♡ ♡ 
512 Seiten 
erschienen im Rowohlt Verlag
 
Jahrelang stand es auf meiner Wunschliste, weil es mir immer wieder von Freundinnen und anderen Buchbloggern empfohlen wurde, und im Januar habe ich es nun endlich gelesen: »Kirschroter Sommer«. Es war der erste Roman, den ich als eBook gelesen habe - einfach aus dem Grund, weil es im Vergleich zum Buch sehr viel günstiger war. 
Passend zum Valentinstag kommt hier nun mein Leseeindruck von diesem Liebesroman:


Zum Cover: Mich persönlich spricht dieses Cover überhaupt nicht an, da es mich stört, wenn Personen auf dem Cover abgebildet sind und dadurch die eigene Vorstellungskraft beschränkt wird. Natürlich ist in diesem Punkt auch zu berücksichtigen, dass das Buch nun schon vor über zehn Jahren erschienen ist und sich in dieser Zeit die Konventionen der Covergestaltung natürlich gewandelt haben. Es kann gut sein, dass ein solches Cover 2011 modern war und bei vielen Leserinnen und Leser gut angekommen ist, dennoch trifft es meinen Geschmack leider nicht.

Zur Handlung: Die Geschichte ist grundsätzlich authentisch und wird durch eine humorvolle und erfrischende Erzählweise aufgelockert. Dadurch liest sie sich sehr flüssig und selbst ich, die ich eigentlich eine langsame Leserin bin, hatte das Buch für die nicht ganz geringe Seitenanzahl schnell durch. 
Zwischen Emily und Elyas gab es in der Vergangenheit einige Missverständnisse, welche im Handlungsverlauf aufgedeckt werden, sodass man Stück für Stück das Verhalten der Protagonistin besser verstehen kann. Trotzdem geschehen für meinen Geschmack etwas zu viele Zufälle, was die Geschichte konstruiert wirken lässt. Insgesamt ist die Story also ganz nett, das Potential wurde bei der Handlungskonzeption allerdings nicht vollständig ausgeschöpft. Stellenweise wird die Handlung quasi überhaupt nicht vorangetrieben und mir fehlt ein stetiger Handlungsaufbau hin zu einem Höhepunkt.

Zu den Figuren: Im Fokus stehen die beiden Protagonisten Emely und Elyas, wobei die Geschichte aus der Ich-Perspektive Emelys erzählt wird und man als Leser somit in erster Linie Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhält. Ich lese gerne Bücher, die in der Ich-Perspektive geschrieben sind, weshalb dies schon mal ein Pluspunkt ist. 
Neben diesen beiden Figuren gibt es noch Alex - beste Freundin von Emely und Schwester von Elyas. Das Verhalten aller drei Charaktere - aber insbesondere der beiden weiblichen - ist für ihr Alter meiner Meinung nach sehr kindisch. Emely und Alex werden als 23-jährige Studentinnen beschrieben - hätte ich als Leser diese Informationen jedoch nicht, hätte ich sie eher auf 15 oder 16 Jahre geschätzt. Das Benehmen ist alles in allem doch sehr jugendlich und naiv und zeugt überhaupt nicht von Reife, was einfach nicht zu dem Bild passt, das ich von Leuten, die in meinem Alter - also Anfang/Mitte 20 sind - habe. Einerseits ist mir klar, dass nur die fehlende Kommunikation dazu führt, dass Missverständnisse so lange aufrecht erhalten bleiben und die Geschichte dadurch am Laufen bleibt. Andererseits dachte ich mir an ganz vielen Stellen, dass die Protagonisten einfach mal miteiander reden sollten - wie es erwachsene Menschen normalerweise tun würden - und sich dadurch so vieles relativ schnell auflösen würde. Deshalb hat mich vor allem das Verhalten Emelys nach einer gewissen Zeit einfach nur noch genervt.
 
Mein Fazit: »Kirschroter Sommer« ist eine ganz nette, aber auch belanglose Geschichte für zwischendurch, die Charaktere sind allerdings ziemlich nervig. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass mir die Geschichte im Teenager-Alter deutlich besser gefallen hätte als heute - vermutlich bin ich also einfach etwas zu spät dran gewesen mit diesem Buch. Für Leserinnen im Alter von 14 - 18 Jahren würde ich es also trotz der 3-Sterne-Bewertung meinerseits weiterempfehlen. 
Und auch ich werde, gleichwohl mich der erste Teil nicht überzeugen konnte, wohl den zweiten Teil »Türkisgrüner Winter« lesen, weil ich nichtsdestotrotz interessiert daran bin, wie sich die Protagonisten Emely und Elyas weiterentwickeln. Vor allem aber bin ich auch gespannt auf den dritten Teil »Sonnengelber Frühling«, den die Autorin Carina Bartsch rund acht Jahre nach Erscheinen von Band 1 und 2 herausgebracht hat. Denn wenn eine Reihe nach einer vergleichsweise so langen Zeit fortgeführt wird, ist dabei sicherlich auch eine Entwicklung im Schaffen der Autorin zu erwarten...




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♥ ♥ ♥ ♥ ♥
13h 32min (496 Seiten) 
erschienen bei Random House Audio
 
Nachdem im Januar bei mir romantische Liebesgeschichten auf dem Programm standen, war nun endlich mal wieder Zeit für einen Thriller - und zwar einer, der es in sich hatte. Eher durch einen glücklichen Zufall bin ich über das Bloggerportal der Randomhouse Verlagsgruppe auf dieses Hörbuch gestoßen, bin nun aber unglaublich dankbar dafür, es kostenlos zum Rezensieren zur Verfügung gestellt bekommen zu haben. Die Autorin hat mich mit ihrer Geschichte so überzeugt, dass ich unbedingt auch ihre anderen Bücher, die sie bisher veröffentlicht hat, lesen möchte.
 
»Beste Freundin - Niemand lügt so gut wie du« handelt von einer Journalistin - Jess Fox - die über einen Doppelmord berichten soll, der in ihrer Heimatstadt Tilby geschehen ist. Der Ort ist aber nicht die einzige Verbindung, die Jess zu diesem Verbrechen hat, sondern darüber hinaus ist auch die Tatverdächtige ihre ehemalige beste Freundin Heather Powell. Durch diese Konstellation ist die moralische Zwickmühle, in der Jess bei der Berichterstattung steckt, natürlich vorprogrammiert und somit wird es für sie zu einer Gratwanderung, einerseits ihrem Job gerecht zu werden, indem sie eine gute Story abliefert, andererseits aber auch dei Privatsphäre derjenigen Menschen, die sie in ihrer Jugend lieb gewonnen hat, zu achten. Während ihrer Recherche taucht Jess mehr und mehr in ihre, aber vor allem auch in Heathers Vergangenheit ein und die Hinweise, die zu dem Tag führen, an dem Heathers Schwester Flora verschwand, und die auch eine Verstrickung Jessicas in die ganze Sache aufdecken, häufen sich. Hinter dem anfangs willkürlich erscheinenden Doppelmord steckt also mehr als zunächst alle ahnen...
 
Was mir an dem Hörbuch besonders gut gefallen hat, ist, dass es von verschiedenen Stimmen vorgelesen wird. Dadurch kommen die verschiedenen Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird, sehr gut zur Geltung und das Hörerlebnis gestaltet sich abwechslungsreich. Mit den Perspektiven wechselt aber nicht nur die Sprecherstimme, sondern auch auf der Erzählebene findet ein Umbruch statt, indem Jess' Passagen in der Ich-Form und Margots Passagen in der personalen Erzählform geschrieben wurden. Außerdem gibt es noch kurze Einschübe aus Heathers Sicht, wobei es sich eher um Gedanken- und Erinnerungsfetzen handelt, die sich wohl in ihrem Kopf abspielen, während sie im Koma liegt. Aber auch diese bringen nach und nach mehr Details ans Tageslicht und bilden somit ein zusätzliches spannungssteigerndes Element.
 
Eine weitere Qualität dieser Geschichte ist es, dass die Autorin es auf grandiose Art und Weise geschafft hat, immer wieder kleine Hints einzubauen, die zur Auflösung der Handlung beitragen und den Leser oder Hörer bei der Stange halten, gleichzeitig aber nicht zu offensichtlich sind, sodass man den Ausgang schon irgendwie vorhersehen könnte. Die Spannung fällt im Handlungsverlauf zu keinem einzigen Zeitpunkt ab und vor allem gegen Ende hin gibt es nochmals einige Wendungen - Claire Douglas hat diese Geschichte also einfach nur genial konzipiert. Dies hat auch dazu geführt, dass ich wann immer es mir möglich war, weiterhören wollte und das Hörbuch in nur wenigen Tagen durch hatte.
 
Ebenso wie die Storyline sind auch die Charaktere vielschichtig und gründlich ausgearbeitet. Auffällig war für mich, dass die Hauptfiguren allesamt weiblich waren und die Männer nur nebensächliche Rollen spielten. Das mag vielleicht den ein oder anderen, der ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis bevorzugt, stören, ich persönlich hatte dagegen aber überhaupt nichts, da ich mich in weibliche Charaktere ohnehin meistens besser hineinversetzen kann. In dieser Hinsicht hat mich das Buch von der Figurenkonstellation her aber stark an Sarah Pinboroughs »Tief ins Herz«, bei dem auch drei Frauen im Mittelpunkt des Geschehens stehen und die Zusammenhänge der Ereignisse einige Jahre in die Vergangenheit zurückführen, erinnert. Auch von diesem Thriller war ich damals absolut begeistert. Innerhalb dieses Genres stehen also beide Bücher für mich als unangefochtene Favoriten auf einer Stufe und ich möchte jedem Thriller-Fan ans Herz legen, sie zu lesen.
 
Nun bin ich mit meiner Rezension am Ende ohne auch nur einen einzigen Kritikpunkt genannt zu haben. Mein Fazit zu Claire Douglas' »Beste Freundin« lautet also wenig überraschend: Es ist ein unglaublich fesselnder Thriller, der nicht nur Charaktere mit Tiefgang enthält, sondern auch eine sehr gut entwickelte Hintergrundgeschichte. Für mich war es definitiv ein Highlight und deshalb gebe ich eine klare Hör- oder auch Leseempfehlung - je nachdem, welches Format man bevorzugt. 
Ich hoffe sehr, dass wir von dieser Autorin in Zukunft noch viele weitere packende Geschichten erwarten dürfen...

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In diesem Monat habe ich 3 Bücher gelesen: 
 
  • Sarah Morgan: Winterzauber wider Willen (Roman)
Zu Beginn des Jahres war ich noch sehr in Weihnachtsstimmung und da ich es in der gesamten Adventszeit nicht geschafft habe, eine weihnachtliche Geschichte zu lesen, habe ich dies einfach im Januar nachgeholt. Mit eindrücklichen Beschreibungen eines wunderschönen Settings entführte mich die Autorin nach Snow Crystal. Zwar bin ich mit der Protagonistin Kayla fast das ganze Buch über nicht warm geworden und die Geschichte war ziemlich vorhersehbar, doch hatte ich diesbezüglich auch nicht wirklich andere Erwartungen. Ich wollte eine gemütliche, weihnachtliche Stimmung und die habe ich bekommen - meine Ansprüche wurden also bestens erfüllt.
 
 
  • Bertolt Brecht: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui (Drama)
Diesen Text von Bertolt Brecht musste ich für ein Literaturseminar lesen und was soll ich sagen - man muss nicht alles mögen, was man an der Uni liest, aber dieses Drama ist es definitiv wert von vielen Menschen auch heute noch gelesen zu werden. Quasi wie bei einer Parabel wird auch hier verschlüsselt Kritik an gesellschaftlichen Zuständen geübt. Konkret geht es darum, dass die Machtergreifung Adolf Hitlers im Gangstermilieu Chicagos in den 1930er Jahren dargestellt wird. Im Verlauf der Handlung wird aufgezeigt, dass der Aufstieg durchaus zu verhindern gewesen wäre und somit werden die Leser dazu angeregt, über das Passierte nachzudenken. Brecht - der zu der Zeit, als er den Dramentext verfasst hatte, im Exil lebte - gelingt damit eine unmissverständliche Diagnose der damaligen Zeit. Sein Text ist aber ebenso für unsere Gegenwart bedeutsam und lehrreich.
 
 
  • Carina Bartsch: Kirschroter Sommer (Roman)
Ich weiß, dass diese Buch vor einigen Jahren mal richtig gehyped wurde und es stand lange Zeit auf meiner Wunschliste.Tatsächlich konnte es mich nun aber nicht so wirklich begeistern: Zweifelsohne ist es eine nette Geschichte, die sich leicht und schnell liest, aber die Hauptcharaktere finde ich insgesamt etwas nervig und wirken eher so, als wären sie im Teenager-Alter und nicht Anfang/Mitte 20. Trotzdem bin ich etwas gespannt, wie es mit Emily und Elyas weitergeht und werde daher wohl auch den zweiten Teil Türkisgrüner Winter lesen. Außerdem gab es - wie ich erst vor kurzem erfahren habe - wohl im Mai 2020 mit Sonnengelber Frühling eine Fortsetzung der Reihe. Auch deshalb bin ich interessiert, die Reihe weiterzulesen, weil ich neugierig bin, inwiefern die Autorin ihren Schreibstil und die Geschichte über die letzten Jahre weiterentwickelt hat...


Das waren insgesamt 1040 Seiten, also 33,5 Seiten pro Tag.



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Ich muss euch ein Geständnis machen: Mein SuB wächst und wächst - und trotzdem habe ich schon wieder sechs neue Bücher bei mir einziehen lassen. Diese will ich euch kurz vorstellen:
 
 
 
Auf thalia.de waren einige Bücher im Sale, darunter folgende Schätze:

♥ Stefanie Zweig: Wiedersehen mit Afrika + Stefanie Gercke: Nachtsafari 
Zwei Romane in einem Buch entführen den Leser auf den wunderschönen Kontinent Afrika. Ich freue mich schon sehr auf diese Lesereise, da ich bisher kein Buch, das in einem afrikanischen Land spielt, gelesen habe.
 
♥ Lorraine Fouchet: Ein geschenkter Anfang 
Dieses Buch habe ich mir ausgesucht, weil ich in den letzten Jahren immer öfter gerne zu Büchern greife, die Familienschicksale behandeln. Zudem versprechen die Kritiken dieses Romans unerwartete Wendungen, was mich neugierig gemacht hat.
 
♥ Jenna Evans Welch: Love & Gelato 
Das ist eins der beiden Jugendbücher, mit dem ich mich gerne wieder ein paar Jahre zurückversetzen möchte - in eine Zeit, in der ich nur Bücher dieser Art gelesen habe und die viel zu schnell vorbei gegangen ist...
 
♥ Eva Völler: Küss mich bei Tiffany
Das zweite Jugendbuch mixt laut Beschreibung love und crime - klingt für mich nach einer perfekten Mischung.
 
 
 
Außerdem musste ich unbedingt noch die ersten beiden Bände der Between-Us-Reihe von Nina Bilinszki haben, die ich in einer Bücherflohmarkt-Gruppe in einem sehr guten Zustand entdeckt habe, weil deren Klappentexte mich angefixt haben:
 
♥ Nina Bilinszki: An Ocean Between Us
Was macht das Leben aus, wenn dein größter Traum zerstört wurde?
Avery Cole will nichts anderes als Ballett tanzen, doch dann zerstört ein schwerer Autounfall ihren Lebenstraum. Sie wird nie wieder tanzen können.
Am Boden zerstört beginnt Avery ein Studium am LaGuardia Community College – obwohl sie eigentlich gar nicht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Und dann begegnet sie in ihrer ersten Vorlesung auch noch einem Typen, der arrogante Kommentare über ihre Verletzung ablässt: Theo Jemison, dem gefeierten Star-Schwimmer des Colleges. Nur dumm, dass Schwimmen eine der wenigen Sportarten ist, die Avery mit ihrem kaputten Rücken noch bleiben. Und natürlich ist es ausgerechnet Theo, der ihren Kurs trainiert.
Wohl oder übel verbringt sie mehr Zeit mit ihm und lernt eine völlig andere und viel nettere Seite von ihm kennen, die er sorgsam hinter der arroganten Fassade verbirgt. Doch als er sie plötzlich wieder von sich stößt, muss sich Avery fragen, wer der wahre Theo ist ...
 
 
♥ Nina Bilinszki: A Fire Between Us
Du bist schön, so wie du bist!
Lizzy Carmichael ist beliebt bei ihren Freunden, schlagfertig und witzig, doch schon ihr Leben lang fühlt sie sich unwohl mit ihrer Figur. Niemals glaubt sie, dass der durchtrainierte und gutaussehende Kayson Washington, aufstrebender Basketballer am LaGuardia Community College, ernsthaftes Interesse an ihr haben könnte, und sie nimmt seine Flirtversuche deshalb überhaupt nicht ernst. Erst bei ihrer gemeinsamen Arbeit im örtlichen Tierheim kommen sie sich näher, und langsam lernt Lizzy, sich Kayson zu öffnen.
Trotzdem werden die Zweifel in Lizzy größer, je näher sie Kayson kommt. Zum ersten Mal wünscht sie sich, schlank zu sein, um jemand anderem zu gefallen. Doch damit bringt sie nicht nur ihre Beziehung zu Kayson, sondern auch sich selbst in große Gefahr ...
 

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